Für eine neue Kultur des Zusammenlebens – Meine Kandidatur für die Grünen Wien

Am 14. Februar wählen die Grünen Wien in einer basisdemokratischen Wahl die Liste der Kandidat_innen für den nächsten Wiener Gemeinderat. Gemeinsam mit vielen großartigen Kolleg_innen kandidiere auch ich wieder – um meine Erfahrungen als Kultur- und Menschenrechtssprecher in eine weitere Legislaturperiode einbringen zu können, aber auch, um den Kurs einer möglichen rot-grünen Regierungskoalition aktiv mitzugestalten. Hier meine Gründe dafür, weitere Details werde ich in den nächsten Tagen noch hier veröffentlichen:

Wien 2020. Nach zehn Jahren Grüner Regierungsbeteiligung ist es nicht mehr zu übersehen: Von der Innenstadt bis in die Außenbezirke hat sich etwas Fundamentales geändert. Diese Stadt atmet, sie pulsiert und saugt Frischluft in sich auf: Veränderung, Vielfalt, Transparenz, Beteiligung, Solidarität und Mitgefühl. Die Kruste ist aufgebrochen! Stillstand, Bevormundung, Mieselsucht und die Angst vor Neuem und Fremdem weichen aus dem öffentlichen Raum und dem öffentlichen Diskurs. An ihre Stelle tritt eine weltstädtische Kultur, die Unterschiedlichkeit als wertvoll begreift, Mitgestaltung, Freiheit und Gleichstellung aller Wiener_innen unabhängig von Herkunft, Identität und Lebensweise als etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Was kann eine aktive und selbstbewusste Grüne Kulturpolitik dazu beitragen, diese – greifbare! – Vision wahr werden zu lassen? Einer beharrenden Parteibuchpolitik, dem langweiligen Mief der ÖVP und der hassgetriebenen FPÖ setzen wir eine Kultur MIT allen, die hier leben, entgegen. Eine Kultur, die Sehnsüchte weckt, Verhältnisse infrage stellt, aufregt und umarmt, Ausgegrenzte ermächtigt, Konflikte sprichwörtlich „auf die Bühne“ bringt statt sie unter den Teppich zu kehren; die Sexismen, Rassismen, Homophobie und andere Formen der Diskriminierung benennt und sich zu bedingungsloser Menschlichkeit bekennt, so wie das etwa die von uns initiierten Kulturprojekte kültüř gemma!, Divercity Lab, Wienwoche, SHIFT u. v. a. tun.

Mutige Kulturpolitik ist immer auch Sozial-, Bildungs-, Gleichstellungs- und Stadtentwicklungspolitik – wenn man dafür kämpft. Das habe ich in den vergangenen Jahren mit großer Freude versucht, das möchte ich – mit den durchs Mitregieren, aber auch aus Fehlern gelernten Erfahrungen, vor allem aber mit eurer Hilfe – weiter für uns Grüne tun.

Biografisches