Über Freiheit, Kunst und Zensur

Dutzende Mails, hunderte Kommentare auf Twitter, bis dato 350 Posts allein auf meiner Facebook-Seite: Ich weiß jetzt, was ein Shitstorm ist. Was war passiert?

Am Mittwoch kontaktierte mich ein Journalist des Kurier, der mich fragte warum ich im vergangenen Kulturausschuss einer Subvention von insgesamt 712.000 Euro für VÖM (das ist Planet Music im Gasometer) und Szene Wien, beide geleitet von Josef „Muff“ Sopper, zugestimmt hätte. Immerhin hätten doch die Grünen – neben anderen Bedenken – immer dagegen protestiert, dass dort immer wieder explizit sexistische, homophobe und rassistische Bands aufgetreten seien. Und für den 8.12., also gestern, sei erneut eine Band programmiert, die alle drei Kriterien in besonders ekelhafter Weise vereint: Die Hinichen, eine Gruppe, die explizit frauen- und lesbenfeindliche, Gewalt gegen Frauen verherrlichende und rassistische Inhalte verbreitet – etwa mit Texten wie „Wir mischen auf im Frauenhaus, wir peitschen die Emanzen aus, wir treiben die Lesben vor uns her (…) Die Fotzen ja die ghörn verdroschen“ (s.u.).

Der Journalist hatte recht: Als sich mit unserem Regierungseintritt vor zwei Jahren die Frage stellte, ob wir die Subvention für Planet Music und Szene mittragen würden, lud ich Muff Sopper zu einem gemeinsamen Treffen mit VertreterInnen des Koalitionspartners. Und wir erzielten bei diesem Treffen einen klaren Konsens: Szene Wien und Planet Music würden sich gegenüber anderen – vor allem weniger kommerziellen – Musikstilen und Milieus öffnen, hetzerischer Sexismus, Homophopie, Rassismus, Neofaschismus und andere Formen der Menschenverachtung wären eindeutiges No-Go.

Das ist Kulturpolitik: Subventionskritierien festlegen, Entscheidungen darüber treffen wie die – ohnehin knappe – öffentliche Kulturförderung verteilt wird. Und als kleinerer Koalitionspartner heißt das auch: Kompromisse eingehen, Bedingungen verhandeln und gemeinsam ausgehandelte Entscheidungen mittragen, auch wenn man alleine vielleicht andere getroffen hätte.

Was darf Kunst, was darf Politik?

Kunst ist frei, muss frei sein. Und was Kunst ist, ist jedenfalls nicht von PolitikerInnen festzulegen, sondern nur von den KünstlerInnen selbst. Und KünstlerIn ist man per Selbstdefinition: Wenn ich auf den Boden scheiße und sage „Das ist Kunst“, so ist das Kunst. Punkt. Wenn ich aber jemandem auf den Kopf scheiße, kann ich zwar auch sagen „Das ist Kunst“, ich darf aber nicht die „künstlerische Freiheit“ in Anspruch nehmen um dieses Verhalten zu legitimieren: Die Freiheit des Einzelnen endet bekanntlich dort wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Was dies im Fall der „Hinichen“ bedeutet hat Elfriede Hammerl in diesem Artikel wunderbar beschrieben. Wenn man Frauen, die leider immer noch viel zu häufig Opfer von Gewaltverbrechen sind und deshalb in Frauenhäusern Schutz suchen, auf den Kopf scheißt, so ist es unsere Aufgabe als PolitikerInnen, ihnen zur Seite zu stehen.

Was Kulturpolitik nicht ist bzw. nicht sein darf: Inhaltlich in künstlerische Entscheidungen und die Programmgestaltung von geförderten Institutionen einzugreifen oder mit Subventionsentzug zu drohen weil etwas nicht dem persönlichen Geschmack oder eigenen (partei-)politischen Interessen entspricht. Was sie aber muss: Im Vorhinein kulturpolitische Positionen erarbeiten, Schwerpunkte setzen und auf die Einhaltung der Subventionsbedingungen (und der Gesetze) achten. Hier haben manche meine KritikerInnen – etwa Robert Misik – recht, gehen aber von falschen Voraussetzungen aus: Ich kann und will als Kulturpolitiker nicht in laufende Programme eingreifen, muss aber Hinweisen nachgehen, wenn diese die Subventionsbedingungen grob verletzen. Deshalb habe ich am Mittwoch nach einvernehmlicher Absprache mit dem Büro des Kulturstadtrates bei Muff Sopper angerufen und ihm gesagt dass das programmierte Konzert den gemeinsam getroffenen Vereinbarungen widerspreche, die ja die Voraussetzung für die Grüne Zustimmung zur Subvention waren. Nicht mehr und nicht weniger. Es geht also weder um Verbote noch um Zensur, sondern um die Verhinderung des Missbrauchs von Steuergeldern für hetzerische, menschenverachtende, Gewalt verherrlichende Inhalte.

Bereits im Mai 2008 wurde ein Konzert der „Hinichen“ im Planet Music nach massiven Protesten aus den selben Gründen abgesagt, bereits damals haben sowohl die Grünen Wien als auch Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) die Absage ausdrücklich begrüßt.

Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

Als für Frauen und Antidiskriminierung zuständige Wiener Stadträtin freut es mich sehr, dass das Konzert der Musikgruppe „Die Hinichen“ im Planet Music am 23. Mai nun abgesagt wurde.

Von einer Gruppe, die – unter dem Deckmantel der Kunst – derart frauenfeindliche, Gewalt gegen Frauen verherrlichende, homophobe und rassistische Inhalte verbreitet, kann und muss ich mich aufs Schärfste distanzieren.

Die Texte entbehren jeglicher Beschreibung; traurig und verwunderlich, dass eine Gruppe, deren Schaffen auf derart sexistischen Texten basiert, überhaupt AnhängerInnen hat. Umso wichtiger ist es, auf allen gesellschaftlichen Ebenen und bei jeder Gelegenheit die Verherrlichung von Gewalt gegen Frauen zu stoppen!

In diesem Sinne danke ich allen, die mir in den letzten Tagen ihre Empörung über diese Musikgruppe übermittelt haben und bitte Sie, die Absage des Konzertes zum Anlass zu nehmen, die Menschen weiterhin für das Thema „Gewalt“ zu sensibilisieren.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Frauenberger

Ich schließe mich dieser Stellungnahme vollinhaltlich an. Und auch dem ausgezeichneten Blogbeitrag von Corinna Milborn, die hier fragt:

Man nehme etwa den Text „Wir mischen auf im Frauenhaus“, der nun so vehement unter dem Schlagwort „Freiheit der Kunst“ verteidigt wird, und ersetze „Fotzen“ durch „Neger“. Oder „Juden“. Würde man das Auftrittsrecht auf einer öffentlich finanzierten Bühne auch verteidigen, wenn statt „die Fotzen gehören verdroschen“ hier „die Juden gehören verdroschen“ gegrölt würde? Oder „Oft spielt der Neger deppert, er spielt emanzipiert, dann ist es meist das Beste, wenn man ihm eine schmiert“?

Die Grünen wurden gewählt um Haltungen und Werte zu vertreten, um Stellung zu beziehen. Egal ob in der Opposition oder Regierung, und unabhängig davon ob diese Positionen populär sind oder nicht. Wir stehen dazu. Es ist ein freies Land, man kann uns dafür lieben oder nicht, man kann uns wählen oder nicht. Wir stehen jedenfalls für ein weltoffenes Wien, für Respekt und Verantwortung. Wir laden euch ein, diesen Weg mit uns zu gehen.

Siehe auch:
The Gap: Hinich und dann?
FM4: Sind „Die Hinichen“ Kunst?
Wiener Zeitung: Nicht jeder Schocker ist ein Opfer

Abschließend der unkürzte Liedtext. Achtung: Nicht auf nüchternen Magen lesen!

Die Hinichen: Wir mischen auf im Frauenhaus

Lernst du a Maderl kennen,
du fickst es, des ist klass,
doch host es amoil gheirat,
dann denkst da: „so a Schas“,
und kriegt sie erst an Affn,
dann ist sie zum vergessen,
sie wird dann blad und a frigid,
und du bist fest angfressn.

Und gibt´s amoi an Wickel,
in’s Frauenhaus sie türmt,
doch wir san a ned deppert,
die Hüttn, die wird gstürmt.

Wir mischen auf im Frauenhaus,
yippie, yippie, yeah,
wir peitschen die Emanzen aus,
yippie, yippie, yeah,
wir treiben die Lesben vor uns her,
yippie, yippie, yeah,
das fällt uns Kerl´s gar net schwer,
yippie, yippie, yeah.

Die Fotzen ja die ghörn verdroschen,
yippie, yippie, yeah,
zuerst auf’s Aug‘ und dann in´d Goschn,
yippie, yippie, yeah,
i sog‘: „ihr hobts es ja so wolln“,
yippie, yippie, yeah,
drum müss ma euch den Arsch versohln,
yippie, yippie, yeah.

I und meine Hawara, haum dabei a murds trara!

Oft ist die Oide deppert,
sie spült emanzipiert,
dann ist es meist des Beste,
wann man ihr eine schmiert,
man muß den Weibern zeigen,
daß man der Herr im Haus,
sonst scheissns dir am Schädel,
und ekeln dich hinaus.

Und kriegt sie ihre Floschn,
in’s Frauenhaus sie rennt,
i sag´ seids ja net deppert,
die Hüttn wird niederbrennt.

Doch auch bei blöde Emanzen,
obsiegt manchmal das Hirn,
die san am Gschmack jetzt kumman,
die Muschis die tan glühn.

119 Comments

  1. Karl Dimel

    Sie haben natürlich Recht , aber „Wahltag ist Zahltag „? Was soll das heißen ?
    Wen sollte ich den wählen können , ohne das ich mich nicht mitschuldig machen würde ?
    Von jeder Partei sind irgendwelche Typen wegen irgendwas vor Gericht gestanden.
    Und diese Leute soll ich wählen, soll dafür sorgen daß diese Leute einen guten Job haben ?
    Soll ich wirklich das Risiko eingehen , daß bei mir zu Hause eingebrochen wird, während
    ich einen leeren Wahlzettel in die Urne schmeiße ??
    Das beleidigt meine Intelligenz , das lasse ich nicht zu.
    Haltet Eure Kinder von Politiker/innen fern. Kinder sollen nicht auf Menschen schimpfen, auch
    nicht auf Politiker/innen, aber die Straßenseite zu wechseln , ist dringend erforderlich.
    Hochachtungsvoll
    Karl Dimel

  2. Ad angebliche Zensur hier: Hab hier keine Kommentare gelöscht. Wobei ich mir vorbehalte von mir ganz subjektiv als rassistisch, sexistisch etc. empfundene Texte zu löschen sollte ich mal Zeit haben sie zu lesen. Aber offenbar hat ein Programm namens Akismet ein paar Postings in den Spamordner verschoben, hab nun alles freigegeben.

    • Wolfgang Hirschenberger

      So ganz transparent ist das alles dennoch nicht. Denn einige der Kommentare standen trotz des angeblich vorgeschalteten „Spamfilters“ eine zeitlang hier, verschwanden dann wieder für eine Weile, um bald darauf (nach einer sich ausweitenden öffentlichen Debatte rund um das Thema „Zensur“) erneut zu erscheinen. Sie werden schon wissen, warum manche diesbezüglich gar so kleinlich sind, ähnlich wie ich. Auch auf Ihrer Facebook-Seite wurden ja Kommentare gelöscht. Und nicht einmal nur die Kommentare so mancher Personen, die offensichtlich andere Positionen als die Ihren vertreten. Vielmehr verschwanden auch Postings von von Leuten, die sich zwar anschickten, Ihre Auffassungen vertreten, dies aber in einer Form machten, die nur allzu leicht als das zu entlarven war, was es ist. Nach wie vor gehe ich zu Ihren Gunsten davon aus, dass Sie ursprünglich nicht wussten, was Sie mit Ihrer Zensurmentalität eigentlich anrichten und auslösen können. Aber Sie können niemandem mehr erzählen, dass Sie sich nicht inzwischen gründlichst mit anderen (die vielleicht für manche Zusammenhänge, sagen wir mal, „sensibler“ sind als Sie) über beraten haben. Falls Sie nun denken, dass es „vorbei“ sei, und dass Sie getrost zur Tagesordnung übergehen können, darf ich Ihnen mitteilen, dass Sie sich getäuscht haben. Es ist vielen ein Herzensanliegen zum Wohl aller Menschen, Ihren Rücktritt als Zeichen für das Funktionieren des Rechtsstaates, als aussagekräftiges Symbol für eine starke, noch funktionierende Demokratie durchzusetzen. Sie wissen nämlich ganz genau, dass Sie zumindest haarscharf am Missbrauch der Amtsgewalt und der versuchten Nötigung vorbeigeschrammt sind.

    • PT

      lieber klaus
      das ist leider nicht ganz richtig. einige user vermeinen, dass kommentare, die hier zu lesen waren und die auch eine antwort zur folge hatten, plötzlich fehlten, offenbar gelöscht wurden.

      Akismet oder Automattic Kismet löscht meines Wissens nicht bereits im blog aufscheinende kommentare einfach so aus jux und tollerei ganz plötzlich. dieses programm filtert VOR dem erscheinen. ist also ein kommentar bereits erschienen und fehlt dieser plötzlich, kann dieser nur vom blog admin gelöscht worden sein. da sie nun aber wieder aufscheinen, dürfte dieses löschen zurück genommen worden sein. so weit so gut. manche dürfte Akismet gefiltert habe, andre wurden gelöscht. das ist auch dein recht! du argumentierst weiter, dass du kaum zeit findest die Kommentare auf deinem eignen blog zu lesen. dies stimmt etwas bedenklich. da meines Erachtens die Sinnhaftigkeit eines blogs das lesen der Kommentare als unbedingtes „must“ voraussetzt- das gehört dazu, ist ein wesentlicher teil eines lebendigen blogs. alles andre ist Kirche, Religion und im schlimmsten Fall der Wahrheitsanspruch eines herrn Stronach.

      Es wäre höchstinteressant ob du dabei bleibst, bisher keinen Kommentar eigenhändig gelöscht zu haben, in Kenntnis der nachzulesenden Funktionen von Akismet.

      Mich würde es sehr freuen von dir zu lesen: ja, ich habe Kommentare gelöscht, das ist mein Recht! aber nun habe ich sie wieder frei gegeben, denn Löschen ist keine Lösung solang der Inhalt nicht subjektiv als rassistisch oder sexistisch wahrgenommen jegliche diskussion von vornherein konterkariert.

  3. Wobei man Klaus hoch anrechnen muss, dass sein Hang zur Zensur nichtmal vor ihm selbst halt macht. Es gab auf diesem Blog einen Beitrag mit dem Namen „Holt die Taliban hier raus“ über die Wiener Grünen und ihre innere Demokratiefeindlichkeit.

    Zufällig mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur für den Wiener Gemeinderat ist dieser Blogbeitrag verschwunden!-) Ob damals wohl ein Grüner bei Klaus angerufen hat?

  4. Futfinger Tscharlie

    [sing]
    Und wir werden – NIE VERGESSEN!:

    40 JAHRE DDR!!!
    [/sing]

    Wehret den Anfängen! …

  5. Felix Ritter

    Lieber Herr Hirschenberger!

    Ein anderer interessanter Aspekt zum Thema Zensur: Vermissen Sie auf diesem Blog zufällig ein paar Beiträge, auf die Sie und andere geantwortet haben?

    Felix Ritter aka S.O.

    • Wolfgang Hirschenberger

      Ja, und das wundert mich nicht im allermindesten, wie Sie sich denken können.

      • Wolfgang Hirschenberger

        mittlerweile dürften aber doch wieder so ziemlich alle hier stehen (falls das so bleibt und soweit ich das überblicke).

  6. Ein Steuerzahler aus Simmering

    Danke.

    Diese Absage zeigt mir, was man von den GrünInnen halten kann. Es bestätigt die Politik der GrünInnen und das Demokatieverständnis selbiger.

    Bevor sie hier die Nazi, Rassismus und Sexismuskeule auspacken, sollten sie sich vielleicht informieren, was die Hinichen sind. Vielleicht sollten sie einmal ein Konzert der Hinichen besuchen und sich vor Ort das Publikum anschauen und mit den Menschen dort sprechen.

    Sie werden feststellen, dass dort keine Nazis und Frauenhasser sind, sie werden feststellen, dass dort von Jung bis Alt, vom Arbeitslosen bis zum Dr. der Rechtswissenschaften, vom Facharbeiter bis zum Ingenieur alles vertreten ist.

    Sie werden auch eines feststellen, es sind dort Frauen. Nicht eine, nicht zwei, nein, es hält sich die Waage. Es sind sogar ausgesprochen hübsche Frauen dort.

    Sie werden feststellen, dass es dort keinen Hass, keine Schlägereien, keine Messerstechereien und keine fremdenfeindlichen und rassistischen Bemerkungen gibt.

    Sie werden feststellen, dass die Leute dort, egal ob Jung, egal ob Alt, egal ob gebildet, egal ob mit Job oder ohne Job, egal ob männlich oder weiblich eines gemeinsam haben. Sie haben einen netten Abend, sie singen, tanzen und feiern. Wie andere Menschen auch. Ohne Gewalt. Ohne Hass. Ohne Probleme.

    Wenn sie mal eine Hinichen CD kaufen würden, sich die Texte anhören, dann würden sie feststellen, dass das darin „besungene“ unserem täglichen und immer trauriger werdenden Alltag entspricht. Das ganze natürlich sehr provokant verpackt, mit Kraftausdrücken gespickt und sicherlich nicht nach Jedermanns Geschmack.

    Nun gut, was wird damit bezweckt? Die Bürger sollen es sich anhören, darüber lachen, mitsingen, ABER eines dabei nie vergessen: SO SCHAUT ES AUS, IM SICHERSTEN und LEBENSWERTESTEN LAND DER WELT.

    Täglich werden Kinder missbraucht, misshandelt oder gar ermordet. Täglich gibt es Gewalt gegen Frauen. Täglich vergehen sich Pfaffen im Schutz der Kirche an Kindern.

    UND WAS PASSIERT?

    Schwerstverbrecher, die eine 15 jährige mehrfach vergewaltigen bekommen nach einem jahrelangem Gerichtsmarathon von unserer Gutmenschenjustiz eine Fußfessel, wo war da IHR Aufschrei?

    Mörder aus anderen Kulturkreisen, die in unserem einst schönen Land jemanden ermorden/ermorden zu versuche werden für einen MORD von unserer Gutmenschenjustiz milde abgeurteilt, mit einer Begründung, dass es einem die Nackenhaare aufstellt und einem das Essen wieder hochkommt. MORD bei diesen Menschen nennt unser Gericht „eine allgemein Verständliche Gemütsregung“ – somit ist es kein Mord(versuch).

    36 Messerstiche in Hals und Gesicht sind in Österreich kein Mordversuch!!

    Ein Kroate (glaub ich) schlägt seine Tochter in unserem schönen, sicheren und lebenswerten Land bewusstlos, steckt ihren Kopf in einen Plastiksack und will sie ersticken. Der nette und verständnisvolle Staatsanwalt erhebt nicht mal Anklage wegen Mordversuch, sowas ist im sicheren und lebenswerten Wien eine Körperverletzung.

    Die Begründung zu so einem Verbrechen und dem Skandalurteil: Der Täter kommt aus anderen Kulturkreisen, somit ist das in seinem Fall kein Mordversuch. Es handelt sich hierbei um eine millieubedingte Unmutsäußerung! Österreich 2012! Gute Nacht!

    WO WAREN SIE BEI DIESEN SKANDALEN? WO HABEN SIE IHRE STIMME ERHOBEN? Wurde diesen Frauen keine Gewalt angetan? Sind sie der Meinung der Gerichte?

    Kommen wir zu den GrünInnen, die immer gegen Rechts sind und die Demokratie hochhalten. Vorallem in Wien, wo sie uns das täglich demonstrieren.

    Die Grünen wollen Volksabstimmungen und Bürgerbefragungen. Gute Sache, eigentlich.

    Nur die Grünen wollen das nur solange, solange das Ergebnis dieser Befragungen und Abstimmungen passt.

    Wenn sich die GrünInnen schon wichtig machen wollen, da gibt es ein paar Interessante Themen!

    Wahlrechtsreform? Die Griechin hat ja im Namen der GrünInnen etwas unterschrieben? Schon vergessen? Was ist mit der Wahlrechtsreform? Warum wurde die so schnell vergessen? Weil man weiß, dass man die nach der nächsten Wahl nicht brauchen kann, um sich noch am Strohhalm des Machterhaltes klammern zu können?

    Parkpickerl Abstimmung? Ach, die machen wir danach! Zuerst wird eingeführt, was keiner will, es werden 110000 Unterschriften der Wiener einfach ignoriert. Di Griechin und ihre Haberl machen sich noch darüber lustig. Auch, wenn Tags darauf dementiert und schöngeredet wird.

    Die Griechin hat es auch, wie noch kein anderer in Wien geschafft, Radfahrer und Autofahrer gegeneinander aufzuhetzen. Darin sind die GrünInnen anscheinend gut. Hetzen. Sei es Bezirke untereinander aufzuhetzen, sei es Menschen gegeneinander auszuspielen, sei es einfach durch Subventionsentzugsdrohungen.

    Wenn es jedoch um linke Punks geht, da ist auf einmal alles recht. Kommen sie doch mal zu uns in die Firma, die befindet sich in der Nähe eines Veranstaltungsortes, indem oft „alternative Musik“ geboten wird. Am morgen danach finden sich in der Gasse eigeschlagene Autoscheiben, zig leere Flaschen von alkoholischen Getränken , es ist alles angebrunzt und unser Tor wird jedesmal von irgendwelchen kriminellen Subjekten mit Farbe vollgesprüht. – Gefällt den GrünInnen sicher, befinden sich doch Mordaufrufe gegen HC Strache und FPÖ wähler darunter.

    Dagegen wird jedoch nichts unternommen, das ist ja keine Hetze, das kommt ja von den „Wir sind friedlich, was seid ihr Clowns“. Außerdem wenn es gegen die FPÖ geht, dann passt das schon.

    Wenn sie sich so für Frauenrechte einsetzen, dann erklären sie mir, wie kann ein Vergewaltiger eines Kindes eine Fußfessel bekommen?

    Wenn sie sich so für Frauenrechte einsetzen, dann erklären sie mir, wie kann in Österreich eine Frau von ihrem Mann eingesperrt werden, wenn er die Wohung verlässt? Mit einem Riegel von außen!

    Ja, sowas gibt es. Aber das Wissen sie sicher, aber diese Kulturkreise regeln das unter sich, da braucht es keine Polizei.

    Warum können Pfaffen immer und immer wieder Kinder vergewaltigen? Warum regelt das die Kirche und nicht das Strafrecht?

    Warum müssen Frauen in einem der reichsten (sichersten und lebenswertesten) Ländern der Welt Vollzeit arbeiten, bekommen am Ende des Monats dafür 750-850 Euro? Glauben sie mit ihren mind. 4000 Euro nicht?

    Dann gehen sie mal zu div. großen Ketten, fragen sie mal eine Kosmetikerin oder eine Friseurin, was sie für Vollzeitatbeit plus Gratisüberstunden pro Monat bekommt.

    Seltsam, in all diesen interessanten Fällen von Ungerechtigkeit und Gewalt gegen Frauen habe ich ihren Namen noch nie gehört? Wo waren sie bisher?

    Sie könnten ja mal mit ihren GrünInnen Freunden div. Kulturvereinen mit Entzug der Subventionen drohen!

    Nämlich dann, wenn die Frau von einem Kriegsverbrecher aus dem Jugoslawien Krieg in Wien auf Konzerten auftritt. Wenn dort nationalistische Parolen gerufen werden, wäre das nichts?

    Wenn sich türkische und kurdische Liedermacher besingen, wo sind sie da mit ihren Verboten? Da hört man ihren Namen nie?

    Im Endeffekt ist es gut was sie machen, die Österreicher merken nämlich, was sie von den Grünen und ihrem Demokratieverständnis halten können.

    GOTT bewahre ÖSTERREICH vor solchen demokratiefeindlichen, ignoranten und falschen Politclowns in einer Bundesregierung!

    Am Besten sie richten einen Konzertbeauftragen ein, ihr müsst sicher noch ein paar Freunderln versorgen. Radfahrbeauftragter, Fußgängerbeauftragter… btw. gibt es die noch? Bisher haben die noch nicht wirklich was gemacht.

    Nur bitte keine ehrenamtlichen Sachen mehr, das ehrenamtliche Dings vom Phantom des Rathauses hat ja auch nur 240.000 Euro gekostet.

    Also bitte in Zukunft auch bei den Kulturvereinen und Neo Österreicher-Konzerten schön brav und gutmenschlich hinschauen. Irgendwie sind die GrünInnen sehr betriebsblind, bei solchen Sachen.

    In diesem Sinne, aus Solidarität, im Namen der Freiheit und Demokratie bestelle ich jetzt ALLE ALBEN der Hinichen! Bisher hatte ich keines.

    Wahltag ist Zahltag!

    Übrigens, meine Freundin wäre auch mit auf das Konzert gegangen, sie versteht, worum es geht. Sie nicht.

    • Wolfgang Hirschenberger

      Ich sehe das alles recht ähnlich. Aber mit Verlaub, Sie machen den Fehler, die angeprangerten Missstände parteipolitisch zuzuordnen. Etwa die FPÖ mag rein sachlich, bloß thematisch in manchen ihrer Kritikpunkte an den Grünen und überhaupt an den „Linken“ Recht haben. Aber solche Kritik greift zu kurz. Das Problem sitzt meiner Ansicht nach tiefer. Denn auch wenn der Einsatz für Frauenrechte sowie tiefere Sympathien für den (indirekt) daraus entwickelten Feminismus im weitesten Sinne immer schon ein traditionell eher „linkes“ Thema waren (noch lange, bevor der Begriff überhaupt exisitierte), so herrscht darüber inzwischen so etwas wie ein relativ stillschweigender, überparteilicher Konsens. Logisch will keiner blöde da stehen und sich als „Gewaltverharmloser“ diffamieren lassen. Dieser Konsens weist zwar nach wie vor tendenziell eher linkslastige Einflusswurzeln auf. Auch ist es spätestens jetzt richtig, die Grünen nicht (mehr) zu wählen. Auch sind ja „Frauenparteien“ obsolet geworden, eben weil der Feminismus mitsamt seinen ideologischen Derivaten (Genderstrategische Politisierungs- und Polarisierungsprojekte, Queer-Theorie, Identity-Politics usw.) mittlerweile alle Lebensbereiche und alle Parteien links von Hardcore-Nazis mehr oder weniger kontaminiert hat. Betroffen sind Wissenschaft, Medizin, Kultur, Sozialwesen, Justiz, Politik, kurz: alle Lebensbereiche, bis hin zu ganzen Staatsgefügen. Möglich wurde das infolge feministischer Neudefinitionen von Begriffen wie „Menschenrechte“, „Gewalt (inklusive Staatsgewalt)“, „Demokratie“, „Rechtsstaat“ usw.

      Was daran nun so beunruhigend ist: Die ewige Beschwörung des Einsatzes „gegen Gewalt an Frauen und Kindern“ (was ja an sich niemals von öffentlichem Desinteresse sein kann). Und nicht etwa gegen Gewalt im allgemeinen. Männer dürfen sich untereinander den Schädel einhauen wie sie wollen, nur bitte eines nicht: verschont die, die definieren, wer sich schwach und diskriminiert fühlen darf: Frauen (und deren Kinder). Das zieht seit über 100 Jahren, und heute besser denn je. Wer das heute, im 21. Jahrhundert, noch in Frage stellt, dem ist nicht mehr zu helfen, kann nicht ganz dicht sein. Männer und sonstige Ewiggestrige haben sich dabei zu ducken, das schon gar nicht zu hinterfragen, sondern nur schuldbewusst und ernsthaft in sich zu gehen. Ohne dabei etwa dumm zu grinsen wie die Schulbuben, vielleicht über doofe Songtexte. Sandra Frauenberger ist nur ein Beispiel von unzähligen für die sauertöpfische, (männer-)volkserziehende Frauenarroganz, die dahinter steckt. Es handelt sich dabei um typisch weibliche Mentalitäten und Qualitäten. RepräsentantInnen dieser Mentalität, wie etwa Frauenberger, Lobo und all deren MitstreiterInnen und NutznießerInnen (gleich welchen politischen Lagers, welcher Partei oder welchen Geschlechts, daher das absichtliche Binnen-I) werden sich IMMER hüten, auch nur im geringsten irgend eine Art offener (männlicher) Gewalt ausüben. Statt dessen setzen sie ein Machtinstrumentarium ein, das traditionell dem Weiblichen zuzuordnen ist: Lüge, Intrige, Diffamierung, Denunziation, Fallenstellerei, Hinterhalt, Heimtücke, Änderung von Spielregeln, wie es grade passt, Provokation. Und nicht zuletzt: Versuchung anderer Personen jenseits klassischer (d. h. männlicher, fiskalisch geprägter Korruption. Lobo bekommt jetzt -nicht nur parteiintern!- vielleicht Ansporn, Ehre, Unterstützung, Solidaritätsbekundungen, Karriere-Ebnungen. Alles, nur kein Bargeld. Grade die Grünen zeichnen sich ja nicht von ungefähr durch weitestgehende Freiheit von Korruptionsskandalen klassischer Prägung aus).

      Natürlich sind Lüge, List, Provokation, Diffamierung usw. und die Aufstachelung anderer dazu genau so verwerflich wie offene „häusliche Gewaltausübung“, aber nicht so offensichtlich, bei weitem nicht so einfach nachzuweisen. Es ist raffinierter. Einzig und alleine mit dieser Qualität punkten FeministInnen und deren (unbewusste) HelferInnen und HandlangerInnen beim Volk aber. Wohlgemerkt: wieder gänzlich unabhängig von deren Geschlecht! Denn wer will sich denn nicht zu „Gewaltlosigeit“ bekennen? Gilt ja auch schick, sich als Mann heute mit einem „White Ribbon“ zu schmücken.

      Wer jetzt noch immer nicht gegen die „Hinichen“ (und FÜR Frauenberger, Lobo & Co.) ist, der hat’s ganz einfach nicht kapiert. Der muss irgendwas zwischen unbelehrbarem Gewaltverharmloser, Patriarch, Sexist und eher rechtslastigem Staatsfeind sein. Noch einmal: Wir haben es bei Lobos Zensur mit dem (von ihm selbst , wie schon angemerkt, vielleicht gar nicht intendierten) mit einer politischen Machtdemonstration zu tun. Und nicht mit „Sensibilisierung“ (dieser Begriff ist ein Euphemismus, eine Verharmlosung). Mit dem Versuch einer öffentlichen Diffamierung und Einschüchterung ganzer Bevölkerungsgruppen zu tun. Jeder, der die Hinichen nicht Scheiße findet, ist selbst Scheiße. Die zugrunde liegende, latente Message ist folgende: Die, die heute noch lachen, die werden morgen vielleicht auch nicht mehr lachen. Wir können zensurieren, und wir können noch mehr, wenn ihr nicht spurt.

      Und wenn Sie Missstände in Justiz und Rechtsprechung verorten, so kann ich Ihnen drauf nur sagen: Soweit es um Herrchaftstechniken geht, wie sie der weiteren Stärkung des Genderwahns dienen, sind Staatsanwaltschaften längst nicht mehr dazu da, um etwa Straftaten ohne Ansehen der Person zu verfolgen. Sie sind vielmehr dazu da, um in diesem Sinne (und allenfalls nach entsprechenden Weisungen von oben) zu entscheiden, welche Straftaten verfolgt werden und welche nicht. Machen Sie sich keine Illusionen: Justizapparate in allen europäischen Ländern sind bereits verseucht. Und dass Gerichtsbarkeit nicht zuletzt dazu missbraucht werden kann, um politisch probate Wahrheiten zu produzieren, ist ein uralter Hut, den weder FeministInnen noch Nazis oder Marxisten noch irgendwelche Parteien erfunden haben. Die Genderhörigen bedienen sich dieser Winkelzüge nur in besonders raffinierter Form. Man hat vorübergehend (und erfolglos) auch bei mir einmal versucht, mich über die Justiz an ein Hakenkreuz zu nageln („NS-Wiederbetätigung“), nachdem bekannt wurde, dass ich (als geschichtlich Interessierter) eine PDF-Version von „Mein Kampf“ auf meiner Festplatte hatte. Irgendwie logisch eigentlich.

      • Sebastian Oszwald

        Herr Hirschenberger, finden Sie in diesem Blog noch einen einzigen meiner Beiträge, auf den Sie geantwortet haben?

      • PT

        als hoffentlich ein wenig einfühlsamer mensch, ich bemüh mich zumindest einer zu sein, nehm ich an, dass mittlerweile klaus werner lobo wohl eingesehen haben dürfte (hoffe ich für ihn, um nicht in wenigen wochen wieder ähnliche schlagzeilen lesen zu müssen), dass:
        a) er die folgen seines anrufes, der zweifelsfrei die gewaltentrennung unsrer demokratisch legitimierten instanzen ignoriert, völlig unterschätzt hat.
        b) er die „fans“ und die hinichen selbst offenbar völlig falsch eingeschätzt hat. unterschätzt hat, dass es menschen geben könnte, welche die texte der hinichen gewiss nicht mögen, doch das recht zur künstlerischen betätigung hin ohne zensur sehr hoch ansetzen. offenbar all die fehleinschätzungen, da er wohl selbstgerechter- und mir völlig unverständlicherweise davon ausgegangen sein dürfte, dass die texte ernst gemeint sein könnten und alle würden applaudieren die hinichen selbst wären auch keines diskurses fähig, denn wer solche texte ernst meint, der ist wohl kaum eines diskurses fähig. er meinte offenbar auch, sie würden ausfallend werden und war wohl im zuge dieses diskurses mehr als bloß erstaunt, dass dem nicht so ist. (und ich hoff, das bleibt auch) also sperrrte er diskutanten, die nicht ausfallend geworden sind. er sperrte, weil es einfach unangenehm war, was eben jene sagten, schrieben. dies ist keine zensur, dies ist sein recht, doch es zeigt ein denken, dass mich doch sehr überrascht. und als ihm offenbar klar wurde, dass das, was er tat – anders gewiss aber ebenso, wenn man die stoßrichtung beachtet – viele gewiss der fpö zugetraut hätten aber naiverweise nicht den grünen (dazu zähle ich mich persönlich auch) – denn dies war schlicht und ergreifend zensur der reinsten art – diese bestimmenden geschmacksvorgaben was wo wie zu sein hat. das geht nicht ohne richterliches urteil! denn sonst ist es willkür, eigengeschmack und somit zensur
        c) nun ist aber offenbar, dass sich klaus werner lobo in vielen belangen geirrt hat und ich nehme an, er weiß es nun, hat es erfahren müssen, dass das politische pflaster eines ist, das gefährlich ist, glatt ist und Übersicht abverlangt aber seines nicht sein dürfte, so nett er auch sein mag, der klw. er polarisiert in der enge des tunnels und ich erlaube mir das zu sagen, da ich die hinichen textlich nicht ansatzweise schätze. aber zensur ohne rechtsstaatlichem hintergrund noch weit weit weniger!
        d) Lobo hat also polarisiert und mögliche wähler vergrault, wohl kaum oder keine zusätzlichen finden können. Die vorhandenen strammen reckInnen wurden eventuell enger um sich geschart. so habe ich jedoch grüne Politik noch nie verstanden! ich verstehe, dass in anbetracht einer stronach konkurrenz die fpö dies tut. sie muss es tun, die Grünen dürfen es aber meines erachtens nicht tun, denke ich, der meinte, diese partei wäre offen und bejahe das andere im anders sein, solang kein rechtsstaatliches urteil dies anders sieht (und manchesmal vielleicht auch selbst dann, wenn dieses urteil empörend ist – im fall der hinichen ist dies jedoch nicht im ansatz der fall) was ich von den texten halte ist ohne belang, solang kein richter dieser welt meint, die texte würden ernstgemeint eine saat der gewalt streuen. und wow, wieviele menschen kennen heute die hinichen? eine mehrfache zehnerpotenz dessen als vor seinem anruf. kontraproduktiv? in vielerlei hinsicht wohl ja.
        e) und ich meine, dass der hier möglicherweise der als triebfeder agierende gender imperativ übersehen hat, dass oberhalb dieses einen imperatives die freiheit des einzelnen steht, die Freiheit der Kunst steht und die zu respektierende akzeptanz richterlicher urteile. ein gerücht allein macht noch keinen schlechten menschen, ein schlechter text noch niemanden, der ihn ernst nimmt, diesen text.

        Denn sind die Texte ernstgemeint und existieren richterliche Verurteilungen, dann ist die Zensur gerechtfertigt. Ist dies aber nicht der Fall, handelt ein einzelner heraus….. und zwar meines erachtens schlicht und ergreifend völlig falsch, weil er seine Positionnützt (und sich berufend auf ein Agreement… sapperlott, wer deutet was und wie und warum? wenn wer deutet und verhindert, da er so deutete, dann zensuriert er und aus. denn das ist zensur, das ist metternich, das ist die enge der eignen vorstellung)

        und er hat meines Erachtens nur eine Wahl: sich zu entschuldigen, einzugestehen, dass dies aus einer unbedachten Laune heraus geschah, geschehen ist, da eben die Konsequenzen nicht vorstellig waren und weitre Konsequenzen werden gewiss sein. so oder so aber ganz sicher. wie auch immer. ich wünsche ihm alles liebe, vor allem eben Einsicht und dass er die Kraft aufbringen werde sich zu entschuldigen. Fehler passieren, solche, die den Eindruck erwecken, dass sich rechts und links kreisförmig an einem Punkt treffen, dürfen meines erachtens nicht passieren. Zuviel Engagement in der eignen Sache kann blind machen, wenn man die allgemein gültigen Grundrechte unsrer demokratisch fundierten Gesellschaft dabei vergisst. Und diese sollte niemals irgendein Politiker vergessen! Ich hoff sehr, dass er diese Zensur und die daraus resultierenden Folgen aufrichtig bedauert. Bin mir aber auch sicher, dass er vieles wollte, aber gewiss keine Zensur ausüben. Sie wurde aber meines Erachtens ausgeübt und ohne gerichtliches Urteil, dass dies gestattet hätt, bleibt nur eines, nämlich dass sich einer über das Recht stellt, mein Recht zu sein und das ist Zensur. Denn wird die Gewaltentrennung ignoriert, dürft dies auch unumstritten sein, hoff ich. agreements mit dem Veranstalter ohne rechtliche Hintergründe und ohne näherer Recherche bleiben immer…. Zensur seiner eignen Interessen wegen und das dürfen wir uns in keinster weise gefallen lassen, dagegen müssen wir partei ergreifen, wer immer sich auch erdreistet, den persönlichen geschmack über alles zu stellen. enorm ärgerte ich mich über jene, die stereotyp wiederholtend fragten: was hältst du von den texten? das tut nichts zur sache. ohne richterlichen spruch tut dies nichts zur sache. und ob die texte satire (meines erachtens eine schlechte) oder ernstgemeint, das zu entscheiden darf sich jener nicht anmaßen, der eine machtposition ausübt sondern eben nur und ausschließlich ein richter. die öffentlichen gelder werden nur verwaltet und es darf nicht sein, dass die farbe entscheidet. die grünen wären die ersten, die im zuge einer fpö regierungsbeteiligung wohl in vielen fällen das wort „zensur“ erwähnen würden. ich würde sie unterstützen, ebenso wie ich nun mich gegen die ausgeübte zensur wehren muss, unabhängig davon, ob die dann von den grünen unterstützten künstler mir mehr oder weniger behagen als es die hinichen an sich tun

        • Wolfgang Hirschenberger

          einige meiner Postings, die längere Zeit gesperrt waren, wurden mittlerweile aber doch hier veröffentlicht. Unter andererem auch das jetzt von Ihnen, PT, kommentierte. Das könnte unter Umständen darauf hindeuten, dass die bisherige Zensurstrategie zumindest teilweise überdacht wurde.

    • Sebastian Oszwald

      Meinen Sie, mit Ihrem Rundumschlag, der sich nicht nur rechter Rhetorik bedient (GrünInnen), sondern ganz offen rassitisch ist (die Griechin), und Ihre Trotzreaktion, die Sie wahrlich in den Hinichen-Olymp führen wird, helfen Ihrem einst so schönen Land weiter? Übrigens erkennt man Rassismus und Sexismus manchmal nicht mehr, weil man sich daran gewöhnt hat. Und ja: Wir sind alle Steuerzahler. Also spielen Sie hier nicht Opfer.

      • Wolfgang Hirschenberger

        Der Rundumschlag ist zwar verständlich, wie ich meine. Aber stimmt, der simmeringer Steuerzahler sollte auf der Hut sein, sich in seinem Unmut parteipolitisch (rechtsaußen) vereinnahmen zu lassen. Wieso „die Griechin“ rassistisch sein soll, weiß ich allerdings nicht. Stoisits wurde einmal von Neonazis als „streunende Asiatin“ beschimpft, und das empfinde auch ich als diffamierend bzw. untergriffig. „Die Griechin“ aber nicht. Und was an „GrünInnen“ rechtsrhetorisch sein soll, bleibt auch erklärungsbedürftig. Sarkastisch ist das, aber nicht „rechts“.

        Wissen Sie, Herr Oszwald, mit ihren Diffamierungen Andersdenkender oder -fühlender als „rechtsrhetorisch“ („Nazi“) bestätigen Sie nur vollinhaltlich, was ich soeben in einem Kommentar weiter oben postete. Dieser Kommentar hat aber die staatliche Zensur noch nicht passiert. Mal sehen, ob er veröffentlicht wird. Dann können Sie ja nachlesen. Sie werden dann erkennen, dass Ihre feministische Art, andere in den Dreck zu ziehen, bereits „rechtsstaatlich“ gedeckt ist und von Strafverfolgungsbehörden exekutiert wird. Im übrigen verunglimpfe oder schubladisiere ich Sie wegen Ihrer Ansichten ja auch nicht als „materialistischen Marxisten“. Alles, was ich behaupte ist, dass Sie nicht mehr und nicht weniger als eines von unzähligen verblendeten Opfern femifaschistoider Demagogie sind.

      • Wolfgang Hirschenberger

        Der Rundumschlag ist zwar verständlich, wie ich meine. Aber stimmt, der simmeringer Steuerzahler sollte auf der Hut sein, sich in seinem Unmut parteipolitisch (rechtsaußen) vereinnahmen zu lassen. Wieso „die Griechin“ rassistisch sein soll, weiß ich allerdings nicht.
        Stoisits wurde einmal von Neonazis als „streunende Asiatin“ beschimpft,
        und das empfinde auch ich als diffamierend bzw. untergriffig. „Die Griechin“ aber nicht.
        Und was an „GrünInnen“ rechtsrhetorisch sein soll, bleibt auch erklärungsbedürftig.
        Sarkastisch ist das, aber nicht „rechts“.

        Wissen Sie, Herr Oszwald, mit ihren Diffamierungen Andersdenkender oder -fühlender als
        „rechtsrhetorisch“ („Nazi“) bestätigen Sie nur vollinhaltlich, was ich soeben in einem Kommentar weiter oben postete.
        Dieser Kommentar hat aber die genderstaatliche Zensur noch nicht passiert. Mal sehen, ob er veröffentlicht wird.
        Dann können Sie ja nachlesen. Sie werden dann erkennen, dass Ihre feministische Art, andere in den Dreck zu ziehen,
        bereits „rechtsstaatlich“ gedeckt ist und von Strafverfolgungsbehörden exekutiert wird.
        Im übrigen verunglimpfe oder schubladisiere ich Sie wegen Ihrer Ansichten ja auch nicht als „materialistischen Marxisten“.
        Alles, was ich behaupte ist, dass Sie nicht mehr und nicht weniger als eines von unzähligen verblendeten Opfern feministischer Demagogie sind.

      • No comment

        Griechin ist rassistich!? ROFL! Na Hurra! Das Innen kommt ja aus der Emanzenecke. RadfahrerInnenüberfahrt!
        Man lese nur mal ein e.müll der OH! Ich bin übrigens Österreicher, jetzt dürfen sie mich gerne als solchen rassistisch beschimpfen! Danke :-)

        • Sebastian Oszwald

          Da haben Sie etwas falsch verstanden: Hier wurde das Binnen-I, von dem ich übrigens kein Freund bin, ganze neunmal als Diffamierung verwendet. Aber auch wenn Ihnen das nicht aufgefallen ist, könnten Sie es zumindest bei der Millionenshow der „Emanzenecke“ zuordnen.
          Warum ist „Griechin“ rassistisch? Da brauchen Sie jetzt, glaube ich, bereits den Telefonjoker. Der würde Ihnen vielleicht verraten, daß es auch immer einen Kontext gibt. Inwiefern finden Sie denn die Nationalität von Frau Vassilakou als maßgeblich für Verständnis der oben getroffenen Aussagen? Abgesehen davon wird ihr Name kein einziges Mal genannt, sie eben nur auf ihre Herkunft reduziert.
          Sind Sie bereit für die 500-Euro-Frage?

          • No comment

            Das ist das Hauptproblem! Wenn man keine Argumente hat, wird die Nazi-, Rassismus- und Oberlehrerkeule ausgepackt.
            Das macht die DDR/China Zensurmethoden der GrünInnen aber um nichts besser. Frauen verdienen deswegen noch immer einen Dreck, für Vollzeitarbeit wohlbemerkt.
            Aufgrund der falsch verstandenen Toleranz wird es auch immer lebenswerter und sicherer in unserem Land.
            Die selbsternannte Radfahrerin fährt ja auch lieber Audi A8 und VW Touareg. Zwei wunderbare Autos für einen Politiker einer Öko Partei. :-)
            Wieder ein wunderbares Beispiel für die Scheinheiligkeit dieser Partei.
            Weitere Beispiele? Die Dame der Gutmensch- und Autohasserpartei die völlig besoffen einen Autounfall verursacht hat!
            Wie kann es sein, dass unter den Augen der GrünInnen Kontrollinstanz in Wien ein Fernwärmeskandal totgeschwiegen wird? Wie kann es sein, dass die Schulden unter GrünInnen Kontrollinstanz auf über 4.5 Milliarden Euro steigen?
            Ich habe noch die Videos, einmal die Griechin beim Atv Auftritt, das ganze blabla von Kontrollinstanz usw.!
            Dann habe ich einen Auszug, wo die Giechin den roten Michl als unsozial beschimpft, weil er Gebühren um 1.5-2 Prozent erhöhen wollte.
            Unter ihrer Hand wurde alles von 7-188 Prozent erhöht.

            mfg ein Österreicher :-)

          • Sebastian Oszwald

            Lieber Herr No comment!

            Sie sind der Ansicht, daß Frauen einen Dreck verdienen. Können wir uns also darauf einigen, daß Frauen in der Gesellschaft nicht der Stellenwert zukommt, der ihnen gebührt? Weil dann könnten wir über die Bedingungen sprechen, die notwendig sind, um diesen Umstand zu ändern. Ich bin etwa der Meinung, daß wo immer Frauen auf ihr Äußeres reduziert werden (zum Beispiel in der Werbung) oder als Ziel von Gewalt präsentiert werden (zum Beispiel bei den „Hinichen“), ein Klima aufrecht erhalten wird, daß eine schlechtere Behandlung (wenn auch unbewußt und damit nicht beabsichtigt) rechtfertigt. Wie sehen Sie das?

          • Sebastian Oszwald

            Lieber Herr No comment!

            Sie sind der Ansicht, daß Frauen „einen Dreck“ verdienen. Können wir uns also darauf einigen, daß Frauen in der Gesellschaft nicht der Stellenwert zukommt, der ihnen gebührt? Weil dann könnten wir über die Bedingungen sprechen, die notwendig sind, um diesen Umstand zu ändern. Ich bin etwa der Meinung, daß wo immer Frauen auf ihr Äußeres reduziert werden (zum Beispiel in der Werbung) oder als Ziel von Gewalt präsentiert werden (zum Beispiel bei den „Hinichen“), ein Klima aufrecht erhalten wird, daß eine schlechtere Behandlung (wenn auch unbewußt und damit nicht beabsichtigt) rechtfertigt. Wie sehen Sie das?

      • Wolfgang Hirschenberger

        wir sind keine Hunde, also schmeißen Sie Ihre verseuchten Knochen nicht uns vor. Uns interessieren Ihre „missbrauchten Kinder“ JETZT, in diesem Kontext nicht. Themenverfehlung. Uns interessiert momentan der Schutz des demokratischen Rechtsstaates. Da sind viele jetzt sensibilisiert worden. Der hat augenblicklich Vorrang vor Ihren Fütterungs- und Instrumentalisierungsversuchen.

        • Sebastian Oszwald

          Mit mißbrauchten Kindern habe ich, mit Verlaub, nicht argumentiert. Aber das ist aufgrund der freigeschaltenen Postings schon nicht mehr zu überblicken. Der Link war ein Angebot an den Herrn aus Simmering, der diesbezüglich seinen Unmut ausgedrückt hat.

  7. Ich heiss so wie ich heiss

    Danke für die werbung für die „Hinichen“ ich musste einige Male herzhaft lachen, als ich die schrillen Texte und die dazugehörende holprige Humtata-Musik hörte. Bei den Grünen in Wien gibts ja seit ca. 3 oder 4 Jahren nicht mehr viel zu lachen.

    Ist mir persönlich wurscht, es gibt ja mittlerweile unterhaltsamere Parteien, als die mitregierungsgeilen Grünen mit ihren immergleichen Althippie-Visagen.

    Aber die armen Mitglieder der Grünen können einem schon leid tun..

    • Wolfgang Hirschenberger

      Ja, ich empfinde das auch so. Tiefste Prolo-Statements, biertischmäßiges Siegesgegröle, dazu irgendwas zwischen lächerlich seichtem Gedudel und Möchtegern-Metal. Besser kann unreflektierter Sexismus (egal, aus welcher bzw. in welche Richtung) ja nicht bloßgestellt werden. Lachen ist die beste Medizin. Selbst dann noch, wenn’s -wie der Bandleader meint- tatsächlich vereinzelt nur auf sowas wie „Ventilfunktion“ rauslaufen sollte. Wer’s wortwörtlich nimmt, muss zwangsläufig ausgelacht werden.

      So zirka dachten wir, aber so dürfen wir offenbar nicht mehr denken, und so empfinden schon gar nicht. Nicht einmal mehr über uns selbst dürfen wir lachen.
      Uns Hunden, die wir das „Hiniche“ dran wirklich nur „lächerlich hinich“ finden wollten/konnten (und nicht entsetzlich, beängstigend, gefährlich, geschmacklos, Gewalt gegen Frauen fördernd, Sexismus verharmlosend) – Uns haben SpaßverderberInnen den harten Knochen nun hingeschmissen. Der roch zunächst nach Frauenrechten, aber kaum beißt man drauf, rinnt sein Mark raus, und das schmeckt nach schaler, völlig geschlechtsunabhängiger Machtumverteilung. Und genau diese Message kam auch saftig rüber, wie an den öffentlichen Reaktionen zu erkennen ist. Derlei kommt eben in der öffentlichen Wahrnehmung oft genug nicht als das rüber, wofür es ausgegeben wird (als „Sensibilisierung“ für irgend ein Thema), sondern als Demonstration politischer Macht. Gerade versierte GendertheoretikerInnen wissen meist ganz genau um diese subtilen Doppelbödigkeiten des machtpolitischen Instrumentariums Bescheid. Lobo wusste das scheinbar (noch) nicht.

      Inzwischen verdichten sich nämlich die Anhaltspunkte dafür, dass sein Erstaunen über die heftigen öffentlichen (Gegen-)reaktionen persönlich durchaus authentisch ist. Gerechnet hat er sicherlich mit etlichen unwilligen Protesten vieler Hinichen-Fans. Nicht aber mit einer so ausufernden demokratiepolitischen Grundsatzdiskussion.
      Lobo wäre demnach in gewisser Weise Verlierer und Opfer seiner eigenen, rein thematisch gut gemeinten Aktion. Kanonenfutter wäre zu viel gesagt, aber ein „Vorgeschobener“, Benützter gewissermaßen. Klar auch, dass die AnstifterInnen und VerführerInnen jetzt ziemlich leise bleiben und sich mit Genugtuung zurücklehnen. Ich wette, im grünen Rathausclub hält man/frau Lobo vor laufenden Kameras jetzt das Händchen, während im Hinterzimmerl drüber beraten wird, was weiter mit ihm geschehen soll …

      • johanna nepomuk hummel

        schauen sie sich den blog an: http://www.viceland.com/blogs/at/tag/hinichen/ wenn das halbwegs authentisch ist, und ich nehme es stark an, dann können sie darauf ausgehen dass sie auf hinichen-konzerten nicht „vereinzelt“ leute finden werden bei denen die show ventilfunktion hat, nein, sie werden keine anderen finden. überhaupt keine anderen. und unter diesem gesichtspunkt, dass nämlich etwaige ironie überhaupt gar nicht (!) rüberkommt, halte ich herrn werner-lobos vorgehen für absolut gerechtfertigt. auf einem youtube video können sie eine nummer die nicht ironisch gemeint ist oder vielleicht ein bisschen möglicherweise noch als ironisch verkaufen, auf einem konzert wird aber klar was ihre musik bewirkt. so gesehen sind die hinichen ein sexistischer, gewaltverherrlichender und für viele sicherlich sittlich abstossender supergau. nicht dass ich viel auf sitten gebe, aber bei sexismus und gewalt ist halt der ofen aus. und darauf hoffe ich doch dass sich unsere gesellschaft einigen kann. ist aber offenbar schwierig, treten doch selbst in diese blog-comments ungeschminkte rassisten offen auf. eine herausforderung. werner-lobo mag die wirkung seines vorgehens bei weitem unterschätzt haben, ich würde im zweifelsfall (gefährdung der demokratie) lieber ihn als irgendeinen proponenten einer anderen partei mit entscheidungsgewalt ausgestattet wissen.

        • Wolfgang Hirschenberger

          schwätzen Sie mich gefälligst nicht an, wenn ich mich gegen Ihre Diffamierungen gar nicht mehr wehren kann, weil hier sowieso nur noch Meinungen freigeschaltet werden, die den Aufbauern der neuen demokratischen Republik in den Kram passen. Genau DAS meinte ich damit übrigens: an genau solchen Punkten beginnen vermutlich manche darüber nachzudenken, inwiefern es moralisch gerechtfertigt sein könnte, eine „alte Demokratie“ auch mit Waffengewalt zu verteidigen.

        • harald

          genial – klausi erner moechtegern lobo als sittenwaechter und gruene anstandsdame :>)) dazu brauchen wir nur noch nummerntaferl für Radfahrer…

  8. Thun

    Ein Politiker kann alles untenehmen um Ihm genehme Gesetze durchzubringen – vollziehen kann er sie nie. Das nennt man Gewaltentrennung. Und das nennt man Demokratie.

    Politiker die ihre Privatmeinung mit Gewalt durchdruecken nennt man Faschisten. In diesem Sinn ist Herr Lobo einer – und um nichts besser als ein Herr Strache – die sind beide aus dem selben Holz.

  9. Wolfgang Hirschenberger

    Bitte erklären Sie uns: Warum sind Sie angesichts dieses peinlichen Desasters noch immer nicht zurückgetreten?

  10. Mag. Werner Vorhofer

    Sehr geehrter Herr Klaus Werner-Lobo,

    höchst erstaunt erlangte ich Kenntnis davon, dass die Vorab-Zensur von „böser“ Musik auf einmal nicht mehr von katholisch-motivierten Hardlinern aus der konservativen Ecke, sondern von einem kommt, der sich selbst die Toleranz auf die Fahne schreibt!

    „Die Hinichen“ sind alles andere als meine Lieblingsband, aber ein mündiger, erwachsener Bürger kann die – sicherlich provokante, aber doch eben nur – Parodie erkennen und entweder damit leben (und andere leben lassen) oder diese Band ignorieren (und sie dadurch sterben lassen).
    „Drahdiwaberl“ Stefan Weber war ebenfalls stets ein Provokateur, würden Sie dem ebenfalls einen Auftritt untersagen? Aber halt, der wurde doch für seine Verdienste mit dem Silbernen Ehrenkreuz der Stadt Wien ausgezeichnet? Ah, da trauen wir uns dann doch nicht….

    Provokation durch Musik muß ein lebendiges Instrumentarium bleiben! Wenn es „Die Hinichen“ schaffen, das Gasometer zu füllen (nicht unbedingt die kleinste Location…) ist auch der Wille der Fans zu respektieren, zu denen übrigens nicht wenige Frauen zählen! Hätten Sie die Konzerte dieser Band in den letzten Jahren besucht (wo war da Ihr Mut, ein „Njet“ auszusprechen?) wäre Ihnen das aufgefallen. Motivieren Sie auch so viele Wähler wie Sie Musikfreunde vergraulen? Ich wage es zu bezweifeln!

    Schlimme Zeiten also, wenn Musiker (und wohl bald auch Fans) fürchten müssen, aufgrund Ihrer Texte verfolgt und verboten zu werden. Herr Putin zeigt in Russland mit eiserner Faust, wie radikal man unliebsame Musikerinnen loswerden kann! Erschreckend, dass Sie diesen politischen Stil offensichtlich übernehmen und mit fast schon stalinstischen Methoden Zensur von oben herab durchdrücken.
    Eine gesunde Demokratie hält eine Band wie „Die Hinichen“ aus – Ihre Ansätze von beinahe demokratiefeindlichem Verhalten sollten so rasch als möglich beseitigt werden. Die nächsten Wahlen kommen – ich werde Sie bis dahin nicht vergessen haben (und wehe, Sie schenken mir in der Mariahilferstrasse einen Kugelschreiber oder Radiergummi um meine Stimme zu kaufen….).

    Mit freundlichen Grüßen,

    Mag. Werner Vorhofer

  11. mh

    Noch ein Liedtext. Ungekürzt. Herr Lobo, ich bitte um Ihre Meinung dazu.

    Wenn dich kleine Kinder stören –
    Schlag sie tot!
    Auch wenn sie dir selbst gehören –
    Schlag sie tot!
    Triffst du einen Judenbengel
    Spiele seinen Todesengel –
    Schlag ihn einfach mausetot!

    Siehst du eine Negerfratze –
    Schlag sie tot!
    Stört dich deines Nachbarn Glatze –
    Schlag ihn tot!
    Du musst dich vor niemand schämen
    Musst dir nichts zu Herzen nehmen –
    Schlag sie einfach mausetot!

    Türken, Kurden, Libanesen und auch Weiße –
    Unbrauchbare Lebewesen sind halt Scheiße
    Kommunisten, Anarchisten und so weiter –
    Mach dir nicht das Leben schwer
    Rechtsanwälte, Angestellte, Friedenstauben –
    Alle, die noch immer an das Gute glauben
    In den Müll, in den Dreck!
    Putz sie einfach weg!

    Hat ein Bürger Beinprothesen –
    Schlag ihn tot!
    Will ein Bürger Bücher lesen –
    Schlag ihn tot!
    Arbeitsscheue oder Streuner –
    Und vergiss nicht die Zigeuner –
    Schlag sie einfach mausetot!

    Komm mir nicht mit Demokraten –
    Köpf sie, kill sie!
    Das sind Todeskandidaten –
    Niemand will sie!
    Vater, Mutter, Schwester, Brüder, alte Freunde
    Brauchst du die für irgendwas?
    Pfarrer, Lehrer, Besserwisser –
    Strangulier sie!
    All die blöden Tintenpisser –
    Massakrier sie!
    Merk dir eins: du bist stark!
    Aller Rest ist Quark!

    Lass uns wieder Kriege führen –
    Schlag sie tot!
    Ganze Völker dezimieren –
    Schlag sie tot!
    Erst wenn sie im Grab verschwinden
    Wirst du dran Gefallen finden –
    Also schlag sie mausetot!

    Mausetot –
    Frisst kein Brot
    Pack sie und schlag sie tot!

    • Sebastian Oszwald

      Wenn ich Ihnen meine Meinung dazu sagen darf: Ich bin ein weißer Angestellter, lese Bücher und glaube an die Demokratie. Ich fühle mich aber nicht diskriminiert. Sollten Sie allerdings beweisen können, daß der Autor dieses Textes zur indigenen Mehrheit dieses Landes zählt, wäre ich erschüttert.

  12. Reuiger Wähler

    Die Aussendung hat mich nicht beruhigt.

    Wie ein Stier ist der Herr Werner-Lobo auf ein rotes Tuch hereingefallen, und hat Schein und Sein verwechselt. Auch wenn er es nicht Zensur nennen will, die Öffentlichkeit sieht es trotzdem für was es ist. Politische Intervention wegen geschmackloser Liedertexte, weit sind wir gekommen.

  13. Josef

    Ihre Antwort auf die Kritik von Misik zeigt, dass Sie diese nicht verstanden haben, da Ihr Gegenargument – der Politiker müsse dennoch Hinweisen nachgehen und entsprechend einschreiten – eben wieder in den Bereich der Exekutive, des Verwaltens gehört, der Ihnen als Gemeinderat nicht zusteht. Job verfehlt? Dies und der Hinweis, dass es kaum nicht-subventionierte Veranstaltungsorte in Wien gibt – ich weiß das nicht, lese es hier, und es scheint plausibel – zeigt, dass Sie einen Fehler gemacht und sehr wohl unberechtigt politische Zensur ausgeübt haben. Den Fehler sollten Sie zugeben. Denn tatsächlich müssten Sie entwededer a) moralisch anstößige Kunst – und da geht es um die Moral der Herrschenden, also in dem Fall Rot-Grün – in den juristischen Grenzen erdulden oder b) die dominierende Marktstellung der Subventionsgießkanne stark reduzieren, bevor Sie inhaltlich auf die Subventionierten Einfluss nehmen.

  14. Martin

    FB-Eintrag von Clemens Haipl (FM4) ;-)

    Endlich!
    Konzertabsagen für:

    Wolfgang Ambros (Gewaltverherrlichung/ „Der Hofer“)
    EAV (Sexismus /“Küss die Hand schöne Frau“)
    Reinhard Fendrich (Nationalismus/“I am from Austria“, bzw. Sexismus „Wäusd a Herz hast wie a Bergwerk& Oben Ohne“)
    Marianne Mendt (Sexismus/ „Wia a Glockn“)
    Wilfried (Drogenverherrlichung/ „Highdelbeeren“)
    DÖF (Fäkalhumor/ „Codo“)
    DJ Ötzi (Pädophälie/ „Hey Baby“)
    Ludwig Hirsch (Rassismus/ „Komm großer schwarzer Vogel“)
    Hubert von Goisern (Diskriminierung von Randgruppen/“Koa Hiatamadl“)
    KGB (Abgaswerte /“Motorboot“)

    etc. etc.,….

    Los, fass Klaus Werner-Lobo- es gibt viel zu tun!!!

  15. Gue

    LOL – fast hätte ich geglaubt, Sie meinen das alles ernst.
    Aber ein Blick in Ihre Bio (insbesondere ihre Ausbildung zwischen 2004 und 2008) klärte mich zum Glück auf.

    Vor allem, dass die „Kurzfristigkeit der Absage in den Verantwortungsbereich des Veranstalters fällt“, lässt mich schmunzeln: Laut ihres eigenen Blogs haben Sie erst am Mittwoch – vier Tage vor dem Konzert – den Veranstalter kontaktiert und vermutlich gedroht, die Subvention von 712.000 Euro zu streichen, wenn er das Konzert nicht sausen lässt.

    Dass linksgrüne Gutmenschen mit Scheuklappen durch die Stadtgeschichte tapsen ist ja nichts Neues, aber dass mit diesen neuerdings die Augen komplett verdeckt werden, ist auch mir neu. Denn das Konzert wurde seit mehreren Wochen auf Plakaten in der sicheren und lebenswerten Stadt angekündigt.
    Und ein Hasser und Verabscheuer dieser Band wie Sie es sind, müsste sich doch damit auseinandersetzen, ob und wann sie wo spielen. Auch die Homepages des Veranstalters und der Band haben den Auftritt nicht verheimlicht, sondern weit im Vorfeld angekündigt.

    Die „Hinichen Weihnachten“ gab es auch 2010 und 2011. Wissen Sie bestimmt. Aber wieso fanden diese Konzerte statt? Vermutlich haben Sie erst heuer das Krusty Clown-College absolviert um so eine grandiose Aktion zu starten.

    Schade, aber ich denke, dass Sie und Ihre Partei sind keinen Deut besser als Faschisten sind. Andersdenkende diskriminieren, bloßstellen und denunzieren.
    Aber die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Da wird dann stimmentechnisch im Stadtrat aufgemischt.

    Jippi jippi jeah.

  16. Thun

    Zitat Presse:

    Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hätte das Konzert der Wiener Band „Die Hinichen“ nicht abgesagt.- und weiter – Der Kulturstadtrat fände „Die Hinichen“ zwar auch nicht in Ordnung. Fakt sei aber, „dass man nicht eingreifen dürfte, solange jemand nicht gegen das Gesetz verstößt“,

    Weiters:

    Das steht im Gegensatz zu den Aussagen Werner-Lobos, der sein Eingreifen mit einer mündlichen Absprache erklärt, die er sowie zwei SPÖ-Politiker gemeinsam mit Muff Sopper, dem Geschäftsführer von Szene Wien und Planet Music vor gut zwei Jahren getroffen haben…………..Gespräche mit der MA7 soll es jedenfalls schon geben. Das Stadtratbüro dementiert das.

    Dem ist nichts hinzuzufügen – bissi lügen scheint zum Geschäft zu gehören

  17. lucas

    Herr Lobo

    Ich kann nachvollziehen, dass sie in diesem Fall ihr Wählerklientel (homosexuelle, transsexuelle usw.) schützen wollen. Es ist ja logisch und nachvollziehbar, dass man als Politiker der als Schutzherr der Rechte die diese Minderheiten in Österreich haben auch öffentlich auftritt und interveniert wenn man glaubt das hier eine Grenze überschritten wird. Nur Herr Lobo hier haben sie sich wie auch die Frau Milborn in die „Nesseln“ gesetzt. Ihre Reaktion ist nicht sachlich sie ist höchst emotional. Das ist eigentlich eine Hetzkampagne gegen eine Gruppe von Künstlern die im Grunde nicht viel andere Scherze machen über Minderheiten als Stermann, Der „Kaiser“ oder andere Komödianten. Der Unterschied zu den genannten Herren ist halt leider, dass die eine Menge Fans haben und eine Lobby die sie stützt. Sie können sich es sich also „leisten“ Witze über Minderheiten zu reißen. Die Hinichen können das scheinbar nicht. Ich bin auch kein Fan dieser Gruppe aber manchmal muss man halt auch drüber stehen können. Der Vergleich den Frau Milborn gebracht hat ist einfach schlecht und ich habe nicht geglaubt ,dass sie auch auf diesen Zug aufspringt..aber wahre Freunde tun das scheinbar. Das „Hätti Wari“ Prinzip kommt hier wieder mal voll zur Geltung. Übrigens finde ich es höchst eigenartig, dass auf einmal von den Hinichen in einem rechten Kontext gesprochen wird. Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass diese Gruppe mit solch einem Gedankengut etwas am Hut hat. Die Kunst soll und muss manchmal provozieren. Wenn ich als streng Gläubiger Protestant (was ich nicht bin) mich über die nackten Männer im MQ aufregen würde weiß ich mit Sicherheit, dass mich solche Leute wie sie als verklemmt oder sonstiges titulieren würden. Es ist halt immer die Betrachtungsweise und wie man an solche Dinge ran geht.

    Wie gesagt, ich vermute sie wollen hier einfach Klientelpolitik betreiben die zur Politik der Grünen passt. Man merkt halt vor allem an der Reaktion von Misik was sie beide unterscheidet. Es ist nicht alles Grün was glänzt.

  18. Meiersfeld

    Ich jedenfalls bin jetzt fuer das Thema “ Zensur “ sensibilisiert.

    Und es kam von einer Seite von der ich es nicht erwartet haette. Eigentlich entaeuschend, andererseits wieder nicht, besser man merkt es jetzt als zu spaet.

    Man stelle sich Gruene als Mehrheit vor. Gruselig und beaengstigend wie ich seit gestern weis.

    Die, welche sich fuer die Guten halten sind immer bereit ueber alle andern drueberzufahren im Namen des Guten und weil sie ja das Heil in die Welt bringen.

    Da sind sich Blau und Gruen uberraschend nah.

  19. Bjarne B.

    @ Meiersfeld

    Nein, die Ketten bleiben :P

    Aber egal.. Anbei eine wundervolle Antwort auf solche Vorwürfe von Frau Füchsin im Bezug zu einem anderen Blogpost:

    „Selbstverständlich muss es Kriterien für eine Fördervergabe geben, da es viel mehr Personen gibt, die ihre “Kunst” gefördert haben wollen, als Geld dafür vorhanden ist. Kunstfreiheit bedeutet nicht ein Recht darauf, jeden Erguss finanziert zu bekommen, es bedeutet lediglich, dass die Veröffentlichung nicht untersagt werden darf, denn das wäre dann Zensur.
    Und von wegen, wer entscheiden darf, was Kunst ist, und was nicht: Jede Institution, die auswählt, was in ihr Programm kommt, und was nicht – sei es ein Verlag, eine Galerie, ein Museum, eine Radiostation, ein Konzertveranstalter, eine Jury für einen Literaturpreis oder eine Kommission, die ein Förderbudget zu verteilen hat – entscheidet darüber, was in einem bestimmten Rahmen öffentlich wird, und was nicht, und damit letztlich darüber, was als Kunst wahrgenommen wird, und was nicht. Wer es da nicht reinschafft, muss halt andere Kanäle probieren.“

  20. Wolfgang Hirschenberger

    „Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins“ (die Feministin Andrea Dworkin in Ihrer Schrift: „Feuer und Eis“, 1993)

    Herr Lobo, warum beziehen Sie dazu nicht klar Stellung? Im Gegensatz zu den satirischen Texten war (und ist) Dworkins Text ernst gemeint. Auf Basis solcher Äußerungen entwickelte sich nicht nur ein satirischer Texte irgend einer Band, sondern eine ganze politische Ideologie: nämlich genau DER Feminismus und DER menschenmanipulierende, strukturell gewaltsame Genderscheißdreck, dem SIE, Herr Lobo, huldigen. Aber ja doch: Natürlich KANN offene Gewaltanwendung in bestimmten Ausnahmefällen etwas Legitimes sein Kommt immer nur drauf an, wie, warum und gegen wen in welchem historischen, psychologischem, politischem … Kontext. (Die Attentate gegen den Menschenausgrenzer, Zensor, Machtmissbraucher und Meinungsdiktator Hitler waren auch Gewalttaten. Und keine friedfertige „demokratische Überzeugungsarbeit“). Stellen Sie sich mal vor, irgend jemand würde Ihr großes ideologisches Vorbild Dworkin beim Wort nehmen. Etwa in der Art „wir möchten grüne Machtmissbraucher und Genderdiktatoren zu einer blutigen Masse geprügelt sehen“. Wir fordern Sie erneut zum Rücktritt auf!

    • klaus schwarz

      richtig, dieser text war ernst gemeint in seinem kontext, wurde auch vielfach kontroversiell diskutiert und abgelehnt,auch von feministinnen.
      einen text der einen klaren aufruf zur gewalt darstell als ironie auszuweisen ist gelinde gesagt ein bißchen verblendung

      • Wolfgang Hirschenberger

        Als Verblendung ist einzig und alleine die momentane, mit politischem Hochdruck von ganz oben verordnete Feminismus- und Gendermainstreaming-Ideologie in ihrer derzeitigen Form zu bezeichnen. Oder besser gesagt: Theorie. Es handelt sich ja um ein politisches Experiment mit total ungewissem Ausgang, denn langfristig erprobt ist deren praktische Anwendung und Umsetzung heute genau so wenig wie etwa um 1918 der marxistische Sowjetstaat. Entsprechend verblendet sind auch unsere wackeren „SensibilisiererInnen“ Sandy, Klaus & Co. Wenn jemand beim Gedanken an brennende Frauenhäuser -aus welchen Gründen auch immer- gerne und süffisant lächelt, dann tut das keinem weh und es produziert auch keine „Opfer“, wie Lobo dauernd larmoyant beklagt. Und den wird weder eine Frauen-Sandra noch ein Pink Lobo mittels Nötigungen, Verboten, Freiheitseinschränkungen „sensibilisieren“ können. Solche EmporkömmlingInnen (absichtlich mit Binnen-I, weil VÖLLIG geschlechtsunabhängig!) gehören bloß zu einem bestimmten (autoritären, machtorientierten und unduldsamen) Charakteryp, dessen inbrünstige Identifikationen mit (und Glaubensbekenntnisse) zu gendertheoretischer Kanonik nicht einmal zu süffisantem Lächeln Anlass geben. Nur zu Besorgnis. Schließlich können auch die Demokratie alten Zuschnitts mitsamt ihren Verfassungsgrundlagen, ja sämtliche Menschenrechte nach dieser Kanonik locker als (heute abzuschaffendes) Produkt aus Zeiten eines gewalttätigen, Frauen verachtenden Patriarchats gedeutet werden. Die ganze Debatte hier rund um „Zensur“, „Kulturpolitik“ „künstlerischer Freiheit“ etc. ist doch nur eine punktuelle, beispielhafte Erscheinung, eines von abertausenden Symptomen, von praktischen Auswirkungen einer sozio- und psychopathogenen politischen Theorie. Oder können SIE mir erklären, was an (weiblicher?) Heimtücke, List, Täuschung, Intrige, Lüge, Verleumdung, Demagogie usw. besser sein soll als an offen ausgeübter, (männlicher?) Gewalt?

          • Wolfgang Hirschenberger

            Danke für den Link. Ein Belehrungs- oder Überzeugungsversuch also. Was erwarten Sie von mir? Glaubensbekenntnisse? Ich kenne diesen Bericht, und andere, ähnliche. Mitsamt all ihren Zahlen, Statistiken, Anprangerungen und persönlichen Berichten. Aber tut mir leid, sie verfehlen das Thema. Es geht ja nicht um die Frage, ob und wieviele weibliche Personen auf dieser Welt unter Gewalt, Unterdrückung und sonstigem Unrecht zu leiden haben. Würde ich mich nun darauf einlassen, wäre ich flugs auf das Niveau eines Neonazi runtergedrückt, der z. B. gerne darüber streitet, ob der Holocaust nun wirklich 6 Millionen Juden oder „nur“ ein paar tausend ums Leben gebracht hat. Oder auf das Niveau eines linken gendergläubigen Mannes, der reuig bekennt, wie viel Schlechtes im eigenen Mannsein doch steckt. Sorry, all solchen Unfug mache ich nicht mit. Ich verorte demgemäß auch keinen „verschwörerischen Versuch, mich in meiner Männlichkeit zu beschneiden“. Also lassen Sie bitte die persönlichen Anspielungen.

            Es geht vielmehr um die Frage, ob eine feministische Ideologisierung bzw. gendertheoretische Infiltration ganzer Staatsapparate das geeignete Mittel oder gar ein Allheilmittel ist, um Gewalt (auch strukturelle!) und Unrecht in dieser Welt einzudämmen bzw. zu beseitigen. Ich unterstelle, dass das NICHT der Fall ist. Eine simple Formel nach dem Muster „Menschengruppe A = Böse & Täter, Menschengruppe B = Gut & Opfer“ hat sich bisher noch nie als wirksame Basis dafür erwiesen. Sowohl Feminismus als auch seine Abkömmlinge (Gender-, Queer-Theorie usw.) trennen, entfremden, polarisieren, spalten, grenzen aus, diskriminieren (wenn auch mitunter angeblich „positiv“). Und zwar nicht unbedingt Männer (das wäre wieder eine allzu analogistische Deutung), sondern vielmehr all jene, die sich einer geistig-mentalen Annexion durch diese Ideologien allzu beharrlich verweigern. Ganz unabhängig von deren Geschlecht. Eine geschlechterbasierte Machttheorie mitsamt der aus ihr abgeleiteten politischen Ideologie hat gewiss nicht weniger das Zeug zum Totalitarismus (und damit zu Machtmissbrauch) als andere, historisch bereits gut dokumentierte Machttheorien (und deren ideologische Abkömmlinge). Bleibt nur zu hoffen, dass es genug Männer gibt, die sich als sensibel genug für genau diesen Hoax erweisen. Und um das Leid Diskriminierter, Ausgegrenzter, Verfolgter, Traumatisierter etc. als solches zu erkennen, bedarf es keines politisch von oben gesteuerten Massenbrainwashings (Lobos ehrgeiziger Einsatz gegen frauenmännerkulturwasweißich ist eines von abertausenden Symptomen dieser schleichenden, wohldosierten „Volkserziehung“ VON OBEN). Sowohl Mann als auch Frau brauchen nur etwas Herz & Hirn.

            Hier scheint sich übrigens sowas wie „Widerstand“ zu formieren. Oder, im Femi-Neusprech, der „backlash“:

            http://antifeminismus.blogspot.co.at/

        • Sebastian Oszwald

          Diese Antwort bezieht sich auf Ihr letztes Posting. Nun, ein Überzeugungsversuch sollte das nicht unbedingt sein. Vielmehr wollte ich wissen, ob diese Debatte mangels oder trotz der Kenntnis der Statistik geführt wird. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, daß ich mich keiner feministischen Ideologie zugehörig fühle. Warum es für unsere Demokratie wichtiger ist, einen, wenn sie so wollen, ungeschickten Politiker in der Luft zu zerreißen, als zu fragen: Wie können wir der häuslichen Gewalt ein Ende setzen? bleibt mir ein Rätsel. Aber eine andere Frage: Schnallen Sie sich im Auto an, weil es sicherer oder weil es verboten ist?

          • Wolfgang Hirschenberger

            Sie fressen sich also am Inhalt fest. Am Aufhänger. An etwas (nämlich gegen Frauen gerichtete Männergewalt), dessen bedingungslose Bekämpfung Ihrer Ansicht nach so hohe Priorität hat, dass sie einen autoritären, klar demokratiefeindlichen Willkürakt wie die Lobo’sche Nötigung von Konzertveranstaltern rechtfertigt. Etwa in der Art eines „präventiven Erstschlags“ (gegen die Freiheit von Kunst, und im weiteren gegen freie Meinungsäußerung etc.). Nach allen Debatten, nach Facebook, nach der öffentlichen Diskussion können Sie doch unmöglich noch immer daran glauben, dass durch Lobos unsensible Zensurgeilheit auch nur ein einziger Mensch für das vorgebliche Thema „sensibilisiert“ wurde. Geschweige denn wird dadurch irgend eine Gewalttat verhindert. Was indessen (für alle Beobachter offensichtlich!) passiert ist: eine Diskussion über den Begriff der Zensur, über Kunst und ihre Freiheit, über bisher unhinterfragte und kaum jemals angetastete demokratische Konstanten wurde vom Zaun gebrochen. Da wurde sehr wohl „sensibilisiert“, wenn Sie so wollen. Den allermeisten ist (gottlob noch) klar, dass zwischen den Hinichen-Texten und manifester Gewalt gegen Frauen (wie sie in den Statistiken zum Ausdruck kommt) absolut kein Zusammenhang nachgewiesen werden kann, dass völlig unbewiesen bleibt, die Texte hätten jemals auch nur ein einziges Opfer produziert (wie Lobo, Sie & Co. unterstellen). Seit wann kann man jemanden durch unsensiblen Zwang „sensibilisieren“? Himmelschreiender, bauchlastiger Schwachsinn ist das, von Sandra Frauenberger nur halt in anständig klingendes PolitikerInnendeutsch gekleidet.

            Um mal Klartext zu sprechen: ja, die Freiheit von Kunst, freier Meinungsäußerung usw. – kurz: die Garantie verfassungsmäßig verankerter Grundrechte rangiert für mich ganz zweifellos vor (offensichtlich auf ideologischer Verblendung beruhenden oder gezielt vorgeschobenen) Mutmaßungen, irgendwelche Songtexte könnten Menschen zu „Ausübung von Gewalt verführen“. Frauen- Kinderschutz, Gendermainstreaming usw. dienen immer offensichtlicher nur noch als bloßes, populäres Vehikel zum schleichenden, scheibchenweisen Abbau von Grundrechten (für anders als Feminismusgläubige), die zur Demokratie alten Zuschnitts gehören. Im übrigen bekenne ich mich zu eben dieser „alten Demokratie“, und ich bin auch der Überzeugung, dass diese notfalls auch mit Waffengewalt zu verteidigen ist. Ganz egal, ob der/die FeindIn ein/e innere/r oder äußere/r ist oder welche noch so momentan populären, öffentlich interessanten Inhalte oder Gewaltstatistiken zu deren Abbau von verblendeten Leuten wie Lobo vorgeschoben werden. Inzwischen denke ich aber auch eher, dass Lobo sozusagen „in gutem Glauben“ bloß ungeschickt gehandelt hat. Er hat die seinen Entscheidungen zugrunde liegenden, den Gender-Ideologien inhärenten, „seduktiven“ Elemente möglicherweise nicht (rechtzeitig) durchschaut, wie ich anfangs mutmaßte. (nur nebenbei: ich persönlich habe Zivildienst geleistet und wäre demgemäß auch heute nicht dazu bereit, selbst mit der Waffe in der Hand zu kämpfen. Worte sind bekanntlich manchmal wirksamer als jede andere Waffe).

            • Ziemlich treffend. Klaus müsste nur öffentlich sagen, dass das ein Fehler war. Einem Politiker, der Fehler zugibt würden die Herzen zufliegen, wird aber leider niemals passieren.

          • Wolfgang Hirschenberger

            Noch zu Ihrer Frage wegen des Sicherheitsgurtes: BEIDES! Kommt drauf an. Wenn ich eben mal 500 Meter durch ein paar verkehrsarme Nebengassen schnecken muss, dann eher weils halt Vorschrift ist. Wenn ich mit 120 auf der Autobahn unterwegs bin, dann überwiegt der Gedanke an die Sicherheit.

          • Sebastian Oszwald

            Nun, ich sehe schon, daß ich auf der Verliererseite stehe. Es geht hier offenbar NUR um die Frage, ob Politik sich in Kunst einmischen darf. Von mir aus hätte die Band auch auftreten können. Ich akzeptiere die Argumente beider Seiten. Was ich unerträglich finde, ist, daß hier schamlose Verharmlosung betrieben wird. Niemand hier ist Fan der Band, einige mögen ja die Inhalte geschmacklos finden, aber man ist sich so wohlig schön einig, daß so eine Art von Musik niemanden umbringt. Weil das bedeutet ja auch, daß im Publikum jemand tot umfallen muß. Und weil der hohe Frauenanteil bei den Konzerten eine solche Hetz hat, dürfen wir auch beruhigt davon ausgehen, daß eben diese Frauen gleichberechtigt sind. Sie lachen Freudentränen und fühlen sich stark. Sie sind tatsächlich so selbstbewußt, daß sie einfach ihre Portion „Frauenhäuser aufmischen“ brauchen. Das kann man ja nicht falsch verstehen. Sie wissen in diesem Moment klarerweise auch, daß sie sich an ein Frauenhaus wenden können, falls sie einmal in eine Notsituation geraten. Für Männer ebenso eine Selbstverständlichkeit, daß es solche geben muß.
            Wieso fällt es hier so vielen schwer, sich unabhängig von der Richtigkeit einer politischen Entscheidung gegen eine solche im besten Fall dumme Kunst auszusprechen? Denn Kunst mag das ja sein, aber sie ist nicht satirisch, es gibt da keine Metaebene, die uns für ein Thema sensibilisiert. Wenn ein Hubsi Kramer als Hitler zum Opernball kommt, dürfen Sie das gut finden oder auch nicht, ein Strache darf das genau nicht machen, ohne strafrechtlich verfolgt zu werden. Vielleicht kennt Kunst keine Grenzen, aber Künstler müssen Verantwortung für ihre Inhalte übernehmen. Wo ist da der Aufschrei?

  21. Max Kossatz

    Lieber Klaus,

    abgesehen von allem bereits gesagten (hier bitte einfach Misik und WerQuer lesen) bitte ich Dich, deine Wortwahl zu überdenken. Die Aufregung zu deinem Handeln als „Shitstorm“ zu bezeichnen ist mir unverständlich.
    Ein „Shitstorm“ ist laut dem von Dir verlinktem Wikipedia-Eintrages so definiert:

    „Ein Shitstorm stellt einen Angriff auf die Reputation eines Unternehmens oder einer einzelnen Person dar.“

    In deinem Fall würde das bedeuten, dass Du Kritik an deinen Handlungen mit einem Angriff auf deine Reputation gleichstellst, was wiederum bedeutet das Kritik deiner WählerInnen/der BürgerInnen an Deinen politischen Entscheidungen nicht wirklich in Dein politisches Konzept passt.
    Das enttäuscht mich, da ich Dich da anders eingeschätzt hatte.

    Auch ist diese Wortwahl sehr nah an den üblichen Verleumdungs-Rufen anderer, vor allem rechter, Parteien.

    Max
    PS: wieso durften die Hinichen eigentlich 2011 & 2010 im Gasometer spielen?

    • Bjarne B.

      Das war nur ein Teil des Artikels (nicht gerade der kontextuell sinnvollste) wesentlich sinniger und der umgangssprachlichen Bedeutung entsprechender – welche Herr Lobo in diesem Fall wahrscheinlich vor Augen hatte – ist dies:

      „Massenhafte öffentliche Entrüstung führt dazu, dass sachliche Kritik mit zahlreichen unsachlichen Beiträgen vermischt und eine sinnvolle Diskussion dadurch verhindert wird. Der Duden definiert einen Shitstorm als ‚Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht‘. „

  22. mm

    Ich warte ja schon auf Ihren Antrag, Hrn. Manfred Deix das „Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien“ zu entziehen. Dann können Sie endlich wieder gut schlafen.

    • Bjarne B.

      Wow, mm. Sie haben nun das Trotzniveau der Lobo-Kritiker erreicht.
      Manfred Deix’s Karikaturen sind über jeden Zweifel erhaben, was ihre Ironie und ihre wunderbare Ausfertigung angeht. Ein solcher „Vorwurf“ hat in dieser Debatte weder Hand, noch Fuß, noch irgendetwas außer ihrem Niveau verloren.

      • anna nym

        „Manfred Deix’s Karikaturen sind über jeden Zweifel erhaben, was ihre Ironie und ihre wunderbare Ausfertigung angeht“

        Mag sein, oder auch nicht.
        Entscheidest Du das – aus dem Handgelenk?
        Soll das schon ein „Argument“ sein?

        • Bjarne B.

          Sehr geehrte Anna (no) Nym und weitere Kritiker,

          ich entscheide per se erst einmal nichts. Dennoch sprechen Auszeichnungen, Preise, die Anerkennung Deix’s in der karikaturistischen Landschaft etc. eine Sprache für sich. Diese „Fürsprache“ des Systems, wenn Sie so wollen, ergibt sich für Hinichen nicht. Soll nicht heißen, dass Spartensatire – um voreiligen Schlussfolgerungen zuvor zukommen – keine Daseinsberechtigung hat. Nur eine reductio-ad-absurdum hat in keiner vernünftigen Debatte etwas zu suchen. Eine Reductio-ad-absurdum ala „mm“ spricht für eine verzweifelte Trotzreaktion, welche den Grund und Boden der Argumentation verlässt. Ein Infragestellen meines vorherigen Kommentars ist durchaus gerechtfertigt, da dies sicherlich meiner Meinung entspricht, aber dennoch frage ich mich persönlich, warum ein Politiker, der sich in seiner Wahlperiode für „ein weltoffenes“ Wien eingesetzt hat, nun bekämpft wird, wenn er – als g e w ä h l t e r Vertreter des Volkes – sich für eben diese – man möge sie so nennen – Wahlversprechen einsetzt und vor allem durchsetzt. Mit eigener Hand. Ich glaube, dass hier an der Idee der Demokratie vorbeidiskutiert wird, welche dann als Systemfrage geklärt werden sollte und nicht anhand eines Beispiels.

          Hinzukommend: Wenn wir anfangen und – menschliche – Fehler nicht mehr gemacht werden dürfen, da sich dann Stimmen der Rücktrittsforderung ergeben, bauen wir eine Demokratie auf wackligem Gerüst, da nun die Politiker nicht mehr in ihrer gewählten Funktion, sondern als Menschen betrachtet werden und so eine Frage der Trennung von Amt und Amtsinhaber nicht mehr gegeben ist.

          Unabhängig von Herrn Lobos eigener Meinung in diesem Fall – welche sich zwar recht deutlich zeigt – obliegt die Verteilung von Subventionen und eine Einhaltung der ihnen innewohnenden Bedingungen seiner Aufsicht. Wäre das Konzert nicht abgesagt worden, wäre danach – mit zumindest hoher Wahrscheinlichkeit – ein Empörungssturm losgegangen, dass solche Interpreten durch Steuergelder gefördert werden. Für Herrn Lobo eine Lose-Lose-Situation.

          In einer Demokratie muss Platz für Formfehler sein, für Menschlichkeit, für Gleichstellung. Demokratie bedeutet nicht „jeder darf machen was er will“, Demokratie bedeutet auch der Schutz von Minderheiten und Schwächeren. Herr Lobo hat sich entschieden für Menschen einzutreten, die durch einen solchen Auftritt diskriminiert oder verletzt – sei es auch „nur“ eine psychische Verletzung – worden wären bzw. durch die Verbreitung einer Anhängerschaft – hier kommt es desweiteren zu der Frage der Verantwortung einer Band für ihre Fans (siehe Urteile von Gerichten über Fananhänger von Fußballvereinen) – welche selbst die Ironie nicht erkennen können.

          Ich will mit diesen Worten nicht für Herrn Lobo, die Grünen oder sonst eine Partei, politische Strömung etc. eintreten, sondern möchte verdeutlichen, dass Demokratie, auf die wir uns stützen ein fragiles Gerüst ist, dass davon lebt, dass Menschen miteinander agieren und sich für Schwächere, gegen Diskriminierung und gegen Hass einsetzen. Eine Aufforderung´/Statement ala „wir peitschen die Lesben vor uns her“ in egal welchem Rahmen sollte mindestens zu Diskussionen führen und ein Spruch ala „sie haben es so gewollt“ ist ein Ausspruch für eine patriarchische Idee, welche nicht erkannt hat, das Gleichberechtigung essentiell für eine gerechte Ordnung und damit für ein demokratisches Verständnis innerhalb eines Nationalstaates ist.

          PS: Bjarne ist ein skandinavischer, männlicher Vorname.

          • Meiersfeld

            Viele Worte um Nichts – much adou usw- aber wie weiter unten jemand sagte.

            Bjarne ist der BESTIMMER

            Er und nur er entscheidet was gut und richtig ist und mit IHM ist die PARTEI und natuerlich all die Auszeichnungen die IHN sicher machen was Kunst und was nicht Kunst ist.

            OH wir knien nieder vor dem Allmaechtigen Wissen der Partei und Ihrer Mitglieder und moege man uns in Ketten legen sollten wir je wieder zweifeln an der INTERPRETATIONSALLMACHT DER GRUENEN.

            Lager werden sein und ihrer viele werden in diesen Lagern umerzogen werden bis auch sie glauben was Lobo glaubt..

            Wir hoeren die Botschaft – ein wenig wehren wir uns noch wenns erlaubt ist – bitte, bitte erlaubt es uns.

  23. Bjarne B.

    Ich wiederhole mich nur ungern, aber auch mit einem „ironischen Rahmen“ – welcher sich mir weiterhin auch bei Beobachtung der Bühnenauftritte entzieht – gilt für mich definitiv folgendes:

    Wenn Frauen sich das Leben nehmen wollen, weil sie es zu Hause nicht mehr aushalten und sich Menschen über solche Umstände “lustig machen” – aufstacheln dazu wäre ein wesentlich zu hartes Wort – hat das nichts mehr mit Humor, sondern mit Verachtung von Menschenleben und von menschenwürdigen Bedingungen zu tun. Und das ist n i c h t mit demokratischen Gedanken vereinbar. Einsetzen für Meinungen ja. Aber einsetzen für Hass und Menschenverachtung? Nein. Mir tut es in der Seele weh, solche Ideen verbreitet zu wissen.

    • Ich heiss so wie ich heiss

      Herr / Frau Bjarne B.

      kann über die „Hinichen“ nicht befinden.

      Finde es sehr unterhaltsam, dass Herr Kultursprecher Werner-Lobo erst aufgescheucht durch einen Systemjournalisten vom Raiffeisen-Medium auf diese Truppe aufmerksam wird und auf die dümmstmögliche Weise das durchaus strittige Thema auflöst. Das spricht weder für Kenntnisse der Wiener oder österreichischen Kulturszene, weder für professionelle Zusammenarbeit mit seinem Koalitionspartner, weder für Feingefühl im Umgang mit seinen WählerInnen. Herrn Werner-Lobo reicht wohl die Nestwärme, die ihm seine monatliche Apanage vermittelt.

    • nadja

      Liebe/r Bjarne B.,
      weißt du wer co-autor vom frauenhaus-text war? die managerin der hinichen, jutta, die auch eine zeit lang zuflucht im frauenhaus nehmen mußte. das war offensichtlich ihre art, das erlebte zu verarbeiten.
      wie gesagt, ich bin sehr dafür, ein gericht darüber befinden zu lassen, ob die performance der band eine verletzung der gesetze darstellen. Du, Bjarne, ich, herr lobo haben das recht, unsere meinung über die band zu sagen. aber als unbefugter seine macht zu missbrauchen um einen auftritt zu verhindern, das gehört nicht in die demokratie und schon gar nicht auf den posten eines kultursprechers.

  24. Ich heiss so wie ich heiss

    Kenne mich mit dem kreativen Output der Formation „Die Hinichen“ nicht aus und finde eine Diskussion über musikalische Geschmäcker wenig förderlich.

    Hingegen darf ich freundlich darauf hinweisen, dass die durch die von Herrn Lobo mit unterstützte Stadtregierung in Wien in jedem Jahr Millionenbeträge via Inseratsschaltung an Gratis-Schundmedien wie „heute“ und „Österreich“ transferiert, deren Aussagen nicht sehr weit von dem Gedankengut der „Hinichen“ entfernt wäre. Während man bei den „Hinichen“ möglicherweise noch einen Ironieansatz vermuten könnte, der in der jetzigen Debatte untergeht, kann man dies von den millionenschwer geförderten Schundblättern nicht behaupten.

    Ich finde es gut, dass die Grünen sich jeden Tag mehr als besonders schleimige Systemerhalter profilieren, denen es nur um Pöstchen und Systemaffirmierung geht. Die österreichischen Grünen betreiben Greenwashing des korrupten kapitalistischen Systems und es reicht ihnen wenn ein dufter Typ oder eine dufte Frau von Ihnen mit im Schundblättchen abgebildet ist und im Rathaus Transfair-Kaffee gereicht wird.

    Apercu am Rande: Ich entnehme dem vorliegenden Blog-Eintrag, dass Herrn Werner-Lobo die Einschätzung eines „Kurier“-Journalisten wichtiger ist, als die ehrliche Meinung seiner Kritiker. Weiter so, bald kann er ORF-Stiftungsrat, Bezirksschulrat in Oberösterreich oder Hundesteuerbeauftragter in Wien werden.

  25. nadja

    1. Schämen sie sich Herr Lobo, daß sie überhaupt nicht auf die Argumente ihrer Kritiker eingehen. Dieser neue Artikel ist nichts anderes als ihr Statement vor dem Konzerttermin, ausgeweitet durch ein paar abgeschriebene Meinungen. Offensichtlich sind sie gar nicht an der Diskussion über die Freiheit der Kunst interessiert, sonst wären sie auf die gut begründeten Argumente ihrer Kritiker eingegangen.
    Und sowas ist KULTURSPRECHER! Schande, Schande!

    2.Ihre Vorgangsweise ist unkorrekt, undemokratisch. Sich hinter Subventionsblabla zu verstecken ist die aalglatte und feige Art eines Politikers wie sie in Kabaretts vorgeführt wird. „Zensur“ ist im 20.Jh ein „böses“ Wort, also findet man andere Hintertürchen, um eine solche auszuüben.

    3. Wenn sie und andere meinen, die Hinichen verhielten sich gesetzeswidrig, dann gehen sie vor Gericht – da gehört die Causa hin. Aber dazu sind sie ja zu feig.

    4. Sie haben sich nichtmal die Mühe gemacht, sich eingehend mit der Materie zu befassen. Schämen sie sich! Wenn das nicht Satire ist: http://www.youtube.com/watch?v=D6N-O28BW3Y&list=UUTCNa8etO-dyQf6EjC3batA&index=1

    5. Ich bin beileibe kein Hinichen-Fan, ich halt die Band auch nicht aus.
    Sie als Kultursprecher sollten die Texte von Frank Zappa (der sich deswegen auch mal vor dem Kongress verantworten mußte) kennen.
    die hinichen-texte sind grauslich, ordinär, anstößig. ABER – was von ihnen und in allen artikeln, wie zb dem im profil gemacht wird: sie werden aus dem zusammenhang gerissen. was da ganz außer acht gelassen wird, ist die musik und der bühnenauftritt dazu. das ist der rahmen, den die hinichen um ihre texte setzen und wodurch die ironie und selbstironie begreiflich wird.
    die hinichen schlüpfen in die rolle des „Proleten“, sie geben die äußerungen wieder, die tagtäglich auf der strasse und im beisl zu hören sind und führen sie vor, indem sie allerwelts-heile-welt-schlagermusik unterlegen und sich lächerlich verkleiden.
    bevor man einzelne textpassagen aus dem zusammenhang reißt, sollte man sich mit dem gesamtprodukt befassen. die hinichen liefern nämlich eine bühnenshow ab, mit musik und bild, sie sind keine dichter, die ihre texte nur auf papier als tragendem medium publizieren!!!
    Frank Zappa über Kunst: “The most important thing in art is The Frame. For painting: literally; for other arts: figuratively– because, without this humble appliance, you can’t know where The Art stops and The Real World begins. You have to put a ‚box‘ around it because otherwise, what is that shit on the wall?” wenn man den rahmen um die hundescheisse wegnimmt, ist es keine kunst mehr, wenn man texte von der zugehörigen musik und den bildern dazu (egal ob bühne, cd-cover, homepage) isoliert, ist es auch keine kunst mehr.

    6. Bislang hab ich Grün gewählt. Wenn sich die Grünen nicht schnellstens von Ihnen verabschieden und sich für Sie entschuldigen, wähle ich nicht mehr Grün.

  26. Peter

    Eine Aktualisierung meines vorangegangenen Kommentars:
    Weitere drei Wähler haben die Schnauze voll von grüner Bevormundung. Meine Kinder machen ernst, sie pushen ihre Freunde und machen sie auf die diktatorischen Ansätze der Grünen aufmerksam. Sie sind in einer sehr grünenfreundlichen Umgebung unterwegs, was es ihnen jetzt natürlich leicht macht. Und das war erst der Anfang. Wenn nur die Hälfte tatsächlich nicht mehr grün wählt, soll’s mir recht sein.

    • Barbar Byloff

      Ich frage mich, woher die Grünen die Legitimation nehmen zu bestimmen, was Moral ist und was nicht. Das kann sich sogar die Kirche ein Beispiel nehmen. Ich habe diese Lenkungs- und Regulierungswut satt – diese muss ich ja sogar mit meinen Steuergeldern finanzieren. Ich habe früher ebenfalls Grün gewählt und werde es nun nicht mehr tun.

  27. Peter

    Gar nicht verehrter Herr Werner-Lobo,
    Sie haben vier Wähler verloren, eine ganze Familie. Sind nur vier, aber immerhin. Denn was Sie aufführen seit Sie an der „Macht“ sind, das hat mit Grün so gar nichts mehr zu tun, es erinnert vielmehr an Diktaturen.
    Das wird Ihnen hoffentlich auf den Kopf fallen, denn auch eine Grün-Diktatur ist eine Diktatur. Und einen Adolf hatten wir schon, wir brauchen keine ähnlichen Figuren im grünen Gewand.
    Viel Spaß beim Absturz !
    Peter

  28. Sebastian Oszwald

    Ich schäme mich, in einer so scheinheiligen gesellschaft zu leben. Die meisten, die hier eine zensur verorten, haben in ihrem leben wahrscheinlich noch nie zivilcourage gezeigt. Wenn sogenannte kunst menschenleben gefährdert, dann hat sie für mich keine daseinsberechtigung. Punkt.

    • jakob

      diese kunst gefährdet aber keine menschenleben. ansonsten: eminem auch verbieten? nur eine textstelle: „hate faggots? the answer’s yes!“

      das problem ist natürlich, dass linke lieber reden als handeln. daher haben sie auch so ein übernatürliches, fast esoterisches problem mit sprache. gesprochen, ja gedacht, ist schon halb gehandelt! daher lieber zu früh eingreifen als zu spät. gewaltspiele zensieren, provokante prolobands zensieren, schwulenfeindliche rapper zensieren, nicht gendergerechte sprache zensieren.

      in wirklichkeit ist sprache vieldeutig, kann ironisch sein, zynisch, letztlich aber, von der expliziten, politischen verhetzung abgesehen, scheissegal. auf die realität kommt es an. wer den hinichen unterstellt, tatsächlich das verprügeln von frauen gut zu finden, outet sich selbst als träger böser gedanken. wie der schelm denkt, so ist er. umgekehrt fast schon eine beleidigung, das den hinichen zu unterstellen, und damit nach lobo-logik zu zensieren! so weit darf nach lobo die meinungsfreiheit nicht gehen!

      • Sebastian Oszwald

        jakob, ich frage mich ernsthaft, ob es eine rolle spielt, was oder woran die hinichen glauben. in einem radiointerview sagen sie: „früher hab’n ma die frauen verprügelt, und jetzt moch ma’s nimma.“ ist das lustig? ist das satire? natürlich bin ich nicht das maß aller dinge, aber sollten wir in der heutigen zeit nicht sensibilisert genug sein, um so etwas abzulehnen?
        hier wird über zensur diskutiert – und es würde mich wahrlich interessieren, ob dieser begriff nur im entferntesten adäquat ist (denn die verbreitung ihrer inhalte ist den hinichen schließlich nicht untersagt) -, aber an fraglichen inhalten stößt sich niemand. daß die möglicherweise traumatisierte managerin jutta das lied „wir mischen auf im frauenhaus“ geschrieben hat, macht den text nicht kritischer. ich sehe hier ein großes potential für mißverständnisse, und die haltung der band („nehmt’s es ned zu ernst“) ist nicht gerade dienlich, einen bezugsrahmen zu finden.
        who in their right mind (weil es auf englisch so treffend ist) will sich also so etwas anhören? ich bitte um aufklärung!

      • Sebastian Oszwald

        Lieber Peter!
        Danke für den Hinweis. Ich hab jetzt das Brett vor meinem Hirn abmontiert und sehe die Dinge viel klarer. Offenbar habe ich vergessen, wie abgedroschen das Thema „Gewalt an Frauen“ eigentlich ist. Wie es die Hinichen selbst sagen: „Der Spaß kennt keine Grenzen!“

  29. johanna nepomuk hummel

    also nochmal kurz zusammengefasst:

    herr werner-lobo hat die subventionen die er vergibt zu verantworten. ergo sollten die subventionsempfänger was mit dem geld machen das er mit seinem gewissen vereinbaren kann. mit herrn sopper funktioniert das ja anscheinend nicht so gut, er hat ja schon mal mist gebaut.

    ich konnte im kontext (wohlgemerkt – nicht auf den text alleine bezogen, der ist vollkommen ironiefrei!) mit der musik im youtube video des frauenhaus songs eine subtile, wenig offensichtliche ironie entdecken. allerdings war mir nicht ganz wohl dabei weil ich befürchtete dass das einige im publikum wohl nicht mitkriegen würden. das scheint sich ziemlich zu bestätigen wenn man diesen blogeintrag liest: http://www.viceland.com/blogs/at/2011/12/07/hiniche-weihnachten/
    davon dass irgendjemand hier etwas von ironie mitkriegt kann keine rede sein, die nehmen das offensichtlich alle wörtlich. konsequenterweise würde ich an herrn lobos stelle herrn sopper die subvention streichen, er möge sich aufs ams begeben und schauen wo er bleibt. der markt wird dann dafür sorgen dass aus den trümmern des gasometers oder der szene oder woraus auch immer ein neuer veranstalter entsteht, es müssen ja nicht immer die gleichen leute ran wenn sie sich nicht an die regeln halten können.

    apropos regeln: es sollte klar sein was zu beachten ist um subventionen zu erhalten und ob irgendwelche bedingungen eingehalten werden müssen. keine aufforderungen zur gewalt zu verbreiten scheint mir hier eine ziemlich akzeptable anforderung zu sein.

    des weiteren möchte ich anregen bands direkt zu fördern, die hochwertige produktionen liefern. es ist nämlich so dass sich heutzutage bands ohnehin zunehmend wo einmieten müssen um überhaupt auftreten zu können, die veranstalter wälzen alles risiko auf die bands ab. oder man spielt „auf eintritt“. oder man muss selber karten verkaufen um spielen zu „dürfen“. lauter solche frechheiten kommen einem unter. wozu also veranstalter fördern wenn die ohnehin kein risiko tragen? bitte um ein statement dazu herr lobo, das wäre sehr wichtig!

    schliesslich sei noch gesagt dass herr werner-lobo, da er zu verantworten hat was da passiert, bitte die spielregeln machen möge und sich alle subventionsempfänger gefälligst daran halten sollen. in der staatsoper, die auch erwähnt wurde, gibts ja selten das problem dass stücke gespielt werden die zu gewalt aufrufen, habe ich mir sagen lassen.

    allen die da „zensur“ schreien sei gesagt: versetzen sie sich mal in herrn werner-lobos situation und überlegen sie was sie tun würden wenn sie gefahr laufen würden sowas wie in obigem vice-beitrag geschilderte verantworten zu müssen, mit dem hintergrund dass die ganze begeisterung dann dem zitierten frauenhaus-song gilt. ich glaube da fällt einem die entscheidung leicht, bei aller liebe zur kunst. beste grüße.

    • jakob

      die freiheit der kunst heisst nicht nur, dass neubauer wohlfühl-bobos tee trinken, sondern freiheit der kunst heisst auch:

      auf der bühne

      scheissen
      onanieren
      frauen beschimpfen
      polizisten beschimpfen
      männer beschimpfen
      kotzen
      et cetera

      der eigentliche mehrwert der hinichen liegt darin, effektiv das stalinistische kulturverständnis mancher (nicht aller!) grüner bloßzustellen. und das ist nicht ohne.

  30. Wolfgang Hirschenberger

    Zu Lobos, Frauenbergers & Co’s Neger-Juden-Vergleichskoketterie folgendes:

    Öffentliche Parkbänke kosten doch „Steuergelder“ (also gewissermaßen kosten sie „Subventionen aus öffentlichen Mitteln“), oder?

    Es gab Zeiten, da war es einer politisch ganz gezielt zu Untermenschen stigmatisierten Menschengruppe untersagt, auf eben diesen „öffentlich (=von ALLEN, nicht nur von den Herrenmenschen) subventionierten“ Parkbänken Platz zu nehmen.

    Wo ist da bitte Diskriminierung (bzw. Zensur)? Die Untermenschen haben ja immer noch die Freiheit, sich auf private Bänke oder auf den Boden (aber bittschön außerhalb des Parks) zu setzen.

  31. Hanno

    Eines vorweg: Ich finde diese Band und den besagten Text weder witzig, originell noch sonst irgendwie in irgendeiner Weise wertvoll. Und ehrlich gesagt ist es mir auch Powidl, ob diese Knalltüten irgendwo auftreten oder nicht.

    Ich bin aber ohnehin der Meinung, das das Problem hier eher ein Prinzipelles ist und nichts mit dieser Band zu tun hat:

    Denn wie ist die Grenze zu „Sexismus, Homophopie, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung und Menschenverachtung“ definiert? Wer zieht diese Grenze? Herr Lobo? Die Grünen? Der Gemeinderat?

    Meiner Meinung nach kann und darf es in solchen Fällen nur eine absolute Grenze geben: Nämlich jene, die überschritten wird, sobald strafrechlich relevante Tatbestände erfüllt werden. Und dann hat ein ordentliches Gericht darüber zu entscheiden, ob die Grenze tatsächlich überschritten wurde. Und genau in diesem Fall kann man dann auch gewährte Subventionen zurückfordern.

    Alles andere öffnet doch potentieller Willkür Tür und Tor. Was ist, wenn die nächste Stadtregierung nicht so gute Absichen hat und dann tatsächlich beginnt, unter dem Deckmantel irgendwelcher Begriffe Förderungen zu verteilen und zu entziehen, wie es ihr gerade ins persönliche Weltbild passt? Was ist, wenn Partei X daherkommt und sagt, keine Veranstaltungen mehr zu fördern, die „unpatriotisch“ sind? Da wär (zurecht) mächtig was los. Genau so wie eben auch jetzt zurecht mächtig was los ist.

    Denn auch wenn ich mir sicher bin, dass Herr Lobo in guter Absicht gehandelt hat, hat er sich diese Watsche meiner Meinung nach verdient abgeholt. Politik hat sich eben aus solchen Dingen herauszuhalten, egal wie bescheuert, unlustig und dämlich man etwas auch finden mag. Und ob jemand anderes Freiheiten beraubt wurden, darüber hat ein Gericht zu entscheiden und niemand sonst.

    • Bjarne B.

      Meine Frage: Stellt eine solche Sicht nicht die Absicht der Steuerung und Förderung von Kultur durch Politik per se in Frage? Subventionen dürfen – rein rechtlich – an Bedingungen geknüpft sein, die – wie in diesem Fall – demokratisch mit dem Willen des V o l k e s kongruieren. Und wenn Bedingungen nicht erfüllt, mehrfach verletzt oder wissent- und willentlich gebrochen werden, ist die Legitimität der Androhung der Rückforderung gegeben.

      Watsche für Herrn Lobo? Diskussionswürdig. Aber d e f i n i t i v nicht auf dieser Grundlage und nicht mit dem Hintergedanken des „undemokratischen, willkürlichen“ Handelns. Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen, Herr Lobo, Ihrem langen Atem und Ihrer Standfestigkeit.

      • Hanno

        Ich finde nicht. Denn wenn es schon Bedingungen geben muss, dann sollten nur solche verwendet werden, die a) objektivierbar sind und b) für alle gleichermaßen gelten.

        Ein Beispiel für a) wäre zum Beispiel die Bedingung „Mindestens 10 Konzerte im Jahr, das günstigste Getränk darf nicht alkoholisch sein, keine strafrechtlich relevanten Inhalte.“. Das sind dann Dinge, die jeder objektiv nachprüfen kann.

        Denn alles andere wirft eben viele theoretische und praktische Probleme auf. Vor allem wenn es sich um Begriffe handelt, unter denen jeder etwas anderes versteht und den Maßstab woanders anlegt. Und Herr Lobo hätte sich damit auch gar nicht erst in diese Zwickmühle manövriert (Interveniert er, gibts Kritik, lässt er es bleiben erst recht).

        Und in einem Punkt bin ich anscheinden falsch verstanden worden: Ich werfe Herrn Lobo keine Willkür oder undemokratisches Handeln vor. Sondern habe gesagt, dass ein derartiges Handeln das Potential zu solchem eröffnet. Letzteres ist aber ebenso zu vermeiden, besonders wenn man eine Partei vertritt, die sich ihren Wählern gegenüber verpflichtet hat, in solchen Fragen stets 100 % korrekt zu agieren.

        • johanna nepomuk hummel

          ja entschuldigung bitte, wer wenn nicht die politiker die die förderungen vergeben und beschliessen und sie eigentlich zu verantworten (!!!) haben soll denn darüber wachen dass die kriterien eingehalten werden? na klar die politiker, wer denn sonst? und nein, es wär mir nicht recht wenn ein strache seine nazibands fördern würde!

          was mich ein bissl fassungslos macht ist dass es anscheinend bislang keine kriterien gibt die für derartige subventionen gelten. hat nicht werner-lobo selbst gemeint er werde das aus diesem anlass mal zusammenschreiben? ja um himmels willen auf welcher basis werden denn bisher förderungen vergeben? würfeln die oder was? oder wird einfach jeder mist gefördert? willkür? klären sie mich auf, herr werner-lobo, ich packs grad gar nicht!

          und wenn es so sein sollte dass es der willkür des politikers überlassen ist ob er fördert oder nicht, dann darf er so eine förderung auch wieder aussetzen wenn ihm das resultat nicht passt. es gibt ja um himmels willen kein RECHT auf förderungen. oder doch? wenn ja, ich hätte da auch ein paar projekte…

          also: werner-lobo hat für das resultat gradezustehen, ergo hat er auch die verfügungsgewalt.

          wenn das jemandem nicht passt oder zu intransparent ist dann machts doch bitte ein volksbegehren, dann brauchen wir nicht so lange um den heissen brei reden. danke.

    • Bjarne B.

      Bezug der vorherigen Antwort war:

      „Politik hat sich eben aus solchen Dingen herauszuhalten, egal wie bescheuert, unlustig und dämlich man etwas auch finden mag.“

  32. Gottfried Schmuck

    Ich finde es einen bigotten Eiertanz, dass Herr Werner Lobo nur wenige Tage nach seiner Verdienstkreuz-Laudatio auf den größten noch lebenden Fäkal-Satiriker Jango Edwards, der in seiner Karriere keinen noch so sexistischen Fut-Oasch-Beidl-Witz ausgelassen hat (“Life could be all so sweet/ If I were a bycicle seat”), die monetäre Keule gegen Veranstalter Muff Supper schwingt, um ganz einfach die Aufführung von “Hiniche Weihnachten 2012″ zu unterdrücken.
    „NOW YOU ARE REALLY IN THE SHIT. AND IT’S YOUR FAULT, THAT YOU ARE IN THIS SHIT!!!“ (Fäkal-Zitat aus der Laudatio von Werner Lobo, 3.12.2012)

  33. Thun

    Auf zum fröhlichen Bücherverbrennen 2,0 mit anschließendem völlig politisch korrektem über heiße Asche laufen. Dabei halten wir uns fest an den Händen und singen absolut völlig korrekte von der Partei apropierte sinnhafte Lieder.

    Ihre Grünen in Kooperation mit der Neigungsgruppe “ Feminismus bis zum Abwinken “

    Eventuelle Gegendemonstranten seien darauf hingewiesen das wir die Staatsmacht rücksichtlos einsetzen werden.

    Alle Macht den Bürgerkindern

    • richard trk

      oida, wie schwer is es den unterschied zwischen zensur und koane förderungen kriegen zu checken?

      wennst ned amal des zambringst dann schreib glei gor nix.

      • Thun

        Zensierst mich halt ein bissi – is jetzt eh schon Tradition.

        Und hab ich deine Aufforderung nix zu schreiben jetzt als Drohung aufzufassen ?

        Weil schreiben dürfen nur die, welche deiner Meinung sind und etwas
        “ Zusammenbringen “ beurteilst der Einfachheit halber auch gleich du ?

        Und alles was dein Niveau überschreitet – vor allem wär das jede Form der Abstraktion – gehört verboten ?

        Keine Förderung ist eine Form der Zensur – selbst wenn DIR das zu hoch ist.

        • richard trk

          hier eine drohung herbeizuinszenieren ist a bissale abenteuerlich. ich lass das also einfach mal unkommentiert.

          für den rest verweise ich dich auf meine antwort auf jakobs kommentar. vor allem auf den punkt: konnten ihre meinung eh im schutzhaus am ameisbach aufführen. ohne dass meine steuergelder in ihre gage fließen. lösung des problems. wer hier zensur schreien will darf das eh auch, sonst könntest du es nicht. genauso wie ich schreiben kann dass deine meinung gequirlter bullshit ist. das ist nämlich haargenau dieselbe meinungsfreiheit. wenn dir das nicht zu abstrakt ist.

          die wunderbare abstraktion an gewaltfantasien gegen leider notwendige schutzeinrichtungen musst du mir auch noch mal erklären. ergibt sicher ein lustiges stückchen wertlosen text.

          • jakob

            Deine Steuern? Und wer mehr Steuern zahlt (die Reichen, vor allem die Personen mit hohem Arbeitseinkommen), schafft an?

      • jakob

        die hinichen bekamen nie förderungen. nur der veranstaltungsort wird – wie alle größeren veranstaltungsorte in wien – subventioniert.

        zensur kommt übrigens weltweit nirgends unter dem expliziten namen „zensur“ daher, nicht gewusst? glaubst du etwa, die chinesischen medien müssen bei einer „zensurbehörde“ anfragen, die noch dazu so heißt (auf chinesisch)? wie simpel oder jung bist du? faschistoide politiker sind leider nicht so dumm (herr lobo ist sicher noch einer der weniger geschickten von ihnen).

        • richard trk

          ja, wunderbare zensur… deswegen konnten sie auch ohne probleme im schutzhaus am ameisbach spielen. und dass die hinichen zur verbreitung ihres liedgutes unbedingt konzerte in geförderten locations brauchen, weil ihnen sonst die mittel dazu fehlen (die einzige argumentation, mit der man hier _irgendwie_ zensur erkennen _könnte_) glaubst ja wohl selbst ned.

          • Thun

            Fakt ist – die Grünen wandeln sich zum Jakobinerhaufen.

            Und Grüne die blau agieren sind mir eben unheimlich.

          • jakob

            Lobo darf die Hinichen nicht ins Gefängnis schicken und ihnen nicht verbieten, zu spielen, weil wir eine liberale Verfassung haben, die die Freiheit der Kunst garantiert. Es stellt also keine Gnade von Seiten der Grünen dar, die Hinichen immer spielen zu lassen.

            Zum Scheinargument der Subventionen. Die Hinichen selbst werden nicht subventioniert. Es werden aber (leider?) SÄMTLICHE nennenswerten Aufführungsorte in Wien subventioniert. Dies war wohlwollend gemeint, ist aber nur so lange OK, solange nicht Kryptofaschisten wie Herr Lobo dieses Faktum missbrauchen, um ins Tagesprogramm der Spielstätten politisch hineinzuregieren. Natürlich ist das ZENSUR, ja was denn sonst?

            Es wäre nur dann keine ZENSUR, wenn genau EIN oder ZWEI Lokale in Wien subventioniert werden würden oder der Stadt Wien gehören würden, und Herr Lobo den Hinichen dort das Auftreten verbieten würde.

            Dass die Grünen das Kunstverständnis eines FPÖ-Gemeinderats aus Nazihausen am Hausruck haben ist zu geil! Schreibt euch eins hinter die Löffel: Kunst provoziert die Mächtigen, dafür ist sie da! Ihr seid jetzt mächtig, daher werdet ihr von den Sauproleten und Menschenfeinden der „Hinichen“ provoziert. Und ihr Deppen lauft ins offene Messer und schreit, wie auf Befehl, „ZENSUR“!

      • Es ist Zensur, weil das ganze einem Auftrittsverbot in Wien gleich kommt. Es gibt keine entsprechende Bühne in Wien, die ohne Förderung auskommt. In Zukunft wird also vorauseilender Gehorsam herrschen.

  34. Elfi Rometsch

    Weshalb haben nicht die Bediesteten des Kulturamtes dieses Telefonat mit Sopper geführt? Für mich fällt Kontrolle über Verwendung der Subventionen in deren Agenden.

  35. Ob jene Blogger_innen, die dir Zensur/Metternich usw an den Kopf geworfen haben die Courage besitzen & das angemessen richtigstellen wird sich weisen.

    @ Sigi Maron:
    “Die Freiheit des Einzelnen endet bekanntlich dort wo sie die Freiheit anderer einschränkt.”
    Gilt mMn für Satire und Kunst ganz deutlich _nicht_. Abwägnungsmoment soll aber sein, ob David Goliath karikiert oder umgekehrt.

    • Was genau richtig stellen? Nur weil Klaus meint es wäre keine Zensur gewesen, heißt das nicht, dass es keine war, oder?

      Es wurde von einem Mandatar anscheinend in Absprache mit der Exekutive monetärer Druck auf einen Konzertveranstalter ausgeübt, um den Auftritt einer Band zu verhindern. Was ist das, wenn nicht Zensur?

  36. Christian Löw

    Danke für die prinzipientreue Handlung! Ich bin ohne hinschauen sicher, dass es förderungswürdigere KünstlerInnen gibt als die hinichen Hinichen.

  37. Alexander

    Ich freue mich schon auf die nächsten Wahlen; da gibt es mit den Piraten und den Neos endlich mal wieder 2 wählbare Parteien, die es mit der Geschmackszensur etwas lieberaler halten als ihr. Meine einmalige Stimme für euch schreibe ich als Jugendsünde ab.

    • Bjarne B.

      G e s c h m a c k s zensur??? Über Geschmack lässt sich streiten, über Texte, die jeder Ironie entsagen, sich an der Gewalt gegen Frauen aufgeilen, menschenverachtend sind und eine Institution (Frauenhaus), die eingerichtet wurde, um Frauen vor häuslicher Gewalt zu schützen, als eine quasi Emanzenhochburg beschmimpfen, weil sich die dortigen Frauen getraut haben ihren Männern zu entfliehen, lässt sich nicht mehr streiten. Solche Dinge können ihre Plattform finden, aber nicht durch Steuergelder finanziert. Nicht im Namen Wiens. Nicht im Namen einer offenen und menschenwürdigen Politik. Das Drumherum sind diskussionswürdige Umstände, aber die Androhung der Subventionsentziehung bei Auftritt der „Hinichen“ ist per se keine schlechte, sonderne eine nötige Sache gewesen. Und sollten sich Piraten oder Neos in eventuell kommenden Jahren für einen „liberaleren“ Kurs entscheiden, so sollte ihnen aber auch bewusst sein, dass Diskriminierung, Rassismus und Sexismus in einer Demokratie keinen Platz und keinen öffentlich geförderten Raum haben darf!

      • Thun

        Sagt der Bestimmer, der genau weis was für uns Unmündige gut oder schlecht ist.

        Leider seits Ihr Jakobiner so völlig humorlos das es schmerzt.

        Das schreibts euch hinter eure grünen Ohren:

        “ Ich bin definitiv nicht Ihrer Meinung, aber ich setzte mein Leben dafür ein, das sie diese Meinung äußern dürfen “

        Aber egal, was soll man von kleinen Bürgerkindern erwarten.

        • Bjarne B.

          Wenn Frauen sich das Leben nehmen wollen, weil sie es zu Hause nicht mehr aushalten und sich Menschen über solche Umstände „lustig machen“, hat das nichts mehr mit Humor, sondern mit Verachtung von Menschenleben und von menschenwürdigen Bedingungen zu tun. Und das ist n i c h t mit demokratischen Gedanken vereinbar. Einsetzen für Meinungen ja. Aber einsetzen für Hass und Menschenverachtung? Nein. Mir tut es in der Seele weh, solche Ideen verbreitet zu wissen.

          • Meiersfeld

            Dein Seelenleben in Ehren – vielleicht bist aber auch nur ein Seelchen.

            Denkst du ernsthaft dein Seelenleben kann die Grundlage eines Rechtssystem sein ? Alles was deine Seele verletzt darf man verbieten und zensieren ? Bjarnes kategorischer Privatimperativ.

            Irgendwie wird das immer gruseliger mit dieser Partei.

            Naeher an der FPOE seid ihr als euch lieb ist, kein Wunder das der Oellinger da keinen Platz mehr hat.

  38. Franz Satler

    Bravo!

    Solche Frauenfeinde und Gewaltverherrlicher sind keine Subvention wert. WEnn sich jemand diesen Müll ansehen will, gerne, aber ohne öffendliche Gelder.

    Voelen Dank, Franz Satler

    • jakob

      Die bekommen keine Subvention. Die spielen nur in einer Spielstätte, die so wie jede nennenswerte Spielstätte in Wien bezuschusst wird. Der Zuschuss sollte aber die Freiheit der Kunst sichern und nicht zu einer maoistischen Kulturrevolution führen.

  39. „Die Freiheit des Einzelnen endet bekanntlich dort wo sie die Freiheit anderer einschränkt.“

    mehr braucht man zu dem dreck, den die hinichen – hier ist der name programm – von sich geben, nicht zu sagen.

    • jakob

      Und wo die Freiheit endet, bestimmst du? Nein, ich: Dein Beitrag ärgert mich, daher hast du in meine Freiheit eingegriffen, daher musst du ins Gefängnis. Der Spruch „…wo die Freiheit anderer anfängt“ taugt vielleicht, um die Geschichtelehrerin in der 3. Klasse Unterstufe zu beeindrucken, für die zivilisierte Organisation einer Gesellschaft ist er aber untauglich.

      • johanna nepomuk hummel

        afaik hat niemand die hinichen ins gefängnis geschickt oder ihnen derartiges auch nur angedroht. es wurde lediglich seitens eines zuständigen politikers festgestellt dass ein subventionierter kulturbetrieb kein platz ist wo ihre ergüsse aufgeführt werden sollen. sie haben dann halt woanders gespielt. ein bissl die kirche im dorf lassen sollten wir da schon.

      • klaus k.

        interessant wie sich die wahren verteidiger de3r kunst über einen grünpolitiker aufregen-nein,diese verteidiger würden nie zensieren,-und ja,wie eingangs,man könnte das auch anzeigen.richtig?.aber nachher.jetzt schauen wir mal zu!
        dieser text ist eindeutig verhetzung (ironie???jesus und seine hawara???) und wird indirekt durch diese eure argumente akzeptiert (übrigens der großteil distanziert sich natürlich vom text und,gewalt usw.) es ist scheinheilig und gefahrlich dem rassismus zuzuschaun.(pussy riot aktionen mit diesem machwerk zu vergleichen ist ein starkes stück). und hat dann einer die zivilcourage,wird er richig zugeschi…+warum werden die überhaupt geladen?

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