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  1. Jetzt ohne Schmäh :

    XXII., Haberlandtgasse, seit 1955 (vorher: Reitergasse), Dr. Michael Haberlandt (1860-1940), Ethnologe, Gründer des Österreichischen Museums für Volkskunde (1895)

    „Im ganzen stellt sich das Judenproblem vom ethnologischen Gesichtspunkt vollständig den Chinesen- und Negerproblemen in Nordamerika an die Seite, übertrifft sie aber unvergleichlich an Bedeutsamkeit. Denn hier handelt es sich um die ungestörte Entwicklung der höchsten Kulturträger der Menschheit, die durch einen weiteren Verschmelzungsprozess mit jenen Sendlingen des Orients in Gefahr kommen, physisch und geistig aus den ihnen vom eignen Genius gewiesenen Bahnen zu geraten.“

    Michael Haberlandt, Die Völker Europas und des Orients, Leipzig 1920, S. 136

  2. Acker-Goldsterne (Gagea villosa) und Wiesen-Goldsterne (Gagea pratensis) sind vom Aussterben bedroht und kommen meist nur noch auf „Reliktflächen“ wie Parkanlagen und Friedhöfen vor. Die „Ergänzungsbenennung“ versetzt ihnen einen weiteren Schlag.

    Deshalb : einen „Dr. – Eugenie – Goldstern – Platz“ am Alserspitz im Achten !

  3. Der Acker-Goldstern (Gagea villosa) kommt wegen der Unkrautvernichtung nur noch an der Grenze des Ackerlands vor und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

    Droht, wenn die Goldsterngasse in Penzing „ergänzend“ nach der österreichischen Volkskundeforscherin benannt wird, kein Aufschrei der Floristen, botanischen Vereine und aller Freunde der heimischen Flora ?

  4. Maria Teresa Murru

    So viel Geld wird verteilt. Ich finde, dass an manchen Institutionen viel zu wenig anerkannt wird. Doch wenigstens ein Anfang wurde gemacht. Die wirklich wertvollen werden sich durchsetzen für den Erhalt einer erstrebenswerte Kultur.

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