3 Comments

  1. Philipp Leo

    Ich finde es super, die Bettler aus dem Stadtbild zu entfernen. Endlich!

    Und dann auch noch alle unansehnlichen Menschen. Und alle ebenso unsansehnlich gekleideten. Und alle rothaarigen. Ja, denn das Auge lebt schliesslich mit und wo kämen wir denn da hin, wenn die Lebenswirklichkeit wildfremder Menschen unseren Alltag verschandelte? Es sei denn, wir entscheiden uns per Fernbedienung am Umzug, der Brust-OP oder der Teenagerschwangerschaft teilzuhaben.

    Dann kann es uns gar nicht zu nah dran sein. Am Elend der anderen.

  2. Sehr geehrter Hr. Lobo, ich finde den Artikel zum Bettelverbot gut und bin durchaus ihrer Meinung, hadere aber mit weiterführenden Gedanken, die ich kurz erläutern möchte.
    Betteln wird von den derzeit in Österreich auftretenden Personen unter anderem als Arbeit bezeichnet. Man könnte in weiterer Folge die Bettelei als „Gewerbe“ bezeichnen, da es vermutlich je nach Geschick ein Einkommen begründet. In einigen Gesellschaften, wie beispielsweise in Indien, habe ich den Eindruck gewonnen, dass dieses Gewerbe eine soziale und traditionelle Wurzel und andererseits auch in der Gesellschaft eine Art „Anerkennung“ ist. Mit allen Nachteilen und u.U. auch ein paar Vorteilen.

    Da dies in Europa heute keine äquivalente gesellschaftliche Anerkennung erfährt, im Gegenteil von vielen als entfernenswertes Übel betrachtet wird stellen sich mir folgende Fragen, ausgehend von dem Grundprinzip, dass ich Betteln nicht verbieten will:

    Auf welches Einkommen kann mensch mit dem „Gewerbe-Bettelei“ kommen?
    Konkurrieren andere Einkommen mit diesem (legal oder illegal)?
    Gäbe es Bettelei, wenn den BettlerInnen eine alternative Einkommenweise offen stünde?

    Vielleicht haben sie ein Antworten für diese Fragen. Ich würde gerne eine Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit Bettelei finden.

    LG
    Klaus Jerlich

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